Freiamt

Der Trumpf-Buur sticht wieder: Nach dem Lockdown wird im Freiamt fleissig gejasst

Die Freiämter Senioren-Jasser im Wohler «Sternen».

Die Freiämter Senioren-Jasser im Wohler «Sternen».

In Wohlen treffen sich bis zu zwei Dutzend Senioren aus der Region regelmässig zur Jassrunde. Die Freiämter Jassrunde wurde vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen. Nach dem Ende des Lockdown sind die Treffen für sie umso schöner.

Zügig fliegt das Schellenass als letzte Karte aus der Spielhand auf den Jassteppich. Der Stich ist gelungen, die Runde zu Ende. Als Belohnung gibt’s einen Schluck kühles Bier. Die Stimmung an den drei Tischen in der lauschigen Gartenterrasse des Gasthofs «Sternen» in Wohlen ist locker und fröhlich. Im Schatten der Bäume jassen an diesem Nachmittag rund ein Dutzend Senioren um die Wette.

Die Freiämter Jassrunde wurde auf privater Basis vor zwei Jahren vom Bremgarter Heinz Widmer ins Leben gerufen. Der 68-Jährige ist bei der Vereinigung Aktiver Aargauer Senioren (VAAS) engagiert und wird dort aller Voraussicht nach bald das Präsidentenamt übernehmen. «Es macht mir Freude, zu sehen, wie gern die Menschen hierher kommen», sagt Widmer. Während des Coronalockdown war die Jassrunde, die jeden Montag ab 14 Uhr stattfindet, nicht möglich.

Seit ein paar Wochen dürfen sich die Senioren wieder im «Sternen» treffen. Unter Beachtung der Coronaschutzmassnahmen selbstredend. «Wir achten auf den Abstand untereinander und auch Desinfektionsmittel ist immer griffbereit», sagt Heinz Widmer.

Beim Jassen seien alle willkommen, die Interesse und Spass hätten. Teilweise erscheinen bis zu 24 Senioren ab 65 Jahren aus der ganzen Region. Der harte Kern stammt aus Wohlen, aber auch Teilnehmer aus Büttikon, Berikon oder Mellingen sind dabei. «Die älteste Jasserin ist die 91-jährige Pia Strebel. Sie ist meistens anwesend, doch ausgerechnet heute leider verhindert», sagt Jass-Organisator Heinz Widmer.

Jassen muss ohne Krach ablaufen

Einer der Jasser ist der 73-jährige Wohler Robert Lüthi, der seit einem halben Jahr dabei ist. «Ich freue mich jeden Montag darauf. Mir gefällt die Gesellschaft hier. Das Jassen ist schon seit vielen Jahren ein Hobby von mir, früher auch sonntags in der Familie», sagt Lüthi zwischen einer Spielrunde. Die Mellingerin Brigitta Grossmann, am selben Tisch sitzend, pflichtet ihm bei. Für beide ist auch wichtig, dass es beim Jassen ohne Krach abläuft. Heinz Widmer sagt denn auch: «Bei uns regt sich niemand auf. Ausrufen am Tisch, ist sogar verboten.»

Gespielt wird ein Schieber mit ausgelosten Paarungen. Jeder Teilnehmer bezahlt als Unkostenbeitrag einen Fünfliber. Im Normalfall ist nach zwei bis zweieinhalb Stunden Schluss. «Dann wird das Hirn langsam müde. Jassen ist ein kopflastiges Spiel», erklärt Heinz Widmer, bevor er sich frühzeitig von der Jassrunde an den nächsten Termin verabschiedet.

Er bietet mit dem VAAS auch einen Mahlzeitendienst an. Ab nächsten Montag kommen die Menus neu aus der Küche des Spital Muri statt vom Casa Güpf. «Wir können so eine breitere Menu-Palette anbieten», sagt Widmer.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1