Bremgarten
Der stationäre Jugendtreff beim Casino öffnet seine Türen wieder

Der seit fünf Monaten geschlossene Jugendtreff im Reussbrückesaal beim Casino ist wieder offen. Als temporärer Treffleiter zeichnet der 51-jährige Franz Abächerli von «Jugendjoker».

Lukas Schumacher
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Treffleiter Franz Abächerli (stehend) mit den Jukoangehörigen Stefan Dietrich, Jonas Meier, Daniel Sommerhalder (von links) und Stadträtin Monika Briner.

Treffleiter Franz Abächerli (stehend) mit den Jukoangehörigen Stefan Dietrich, Jonas Meier, Daniel Sommerhalder (von links) und Stadträtin Monika Briner.

Lukas Schumacher

Im Herbst 2014 hätte die offene Jugendarbeit Bremgarten anlaufen sollen. Dieser Termin fiel ins Wasser, weil das kantonale Verwaltungsgericht den Stadtrat aus formellen Gründen zurückpfiff (az vom 15. Oktober). Nach Auffassung des Gerichts hätte der Stadtrat den Auftrag öffentlich ausschreiben sollen und nicht, wie geschehen, eine Ausschreibungsrunde unter mehreren professionellen Anbietern von Betreuungsleistungen für Jugendliche durchführen dürfen.

Als Folge des Gerichtsentscheids verzögert sich der Start der offenen Jugendarbeit um voraussichtlich ein halbes Jahr. Im Frühling 2015 soll nun der definitive Neustart erfolgen.

«Jugendjoker» als Zwischenlösung

In die Bresche springt jetzt «Jugendjoker». Diese Einrichtung, ein Geschäftszweig der Stiftung Soziokultur, überbrückt die Zeit bis zum Neustart. Im Auftrag von «Jugendjoker» führt der 51-jährige Fachmann Franz Abächerli (Baar) per sofort den Jugendtreff beim Reussbrückesaal weiter, der vor fünf Monaten geschlossen worden war. Treff-Neueröffnung ist am Mittwoch, 19. November. Der Treff wird ständig mittwochs von 14 bis 18 Uhr und freitags von 19 bis 23 Uhr geöffnet sein, dies vorderhand bis Ende April 2015.

Jugendkommission und Stadtrat einigten sich zügig auf die Temporärlösung mit der Treff-Wiedereröffnung. An einer Medienorientierung sprachen Kommissionsangehörige und die zuständige Stadträtin Monika Briner von «einer guten, soliden Zwischenlösung.» Franz Abächerli, der in einem Pensum von 60% angestellte Treffleiter, verfüge über Erfahrung bei derartigen zeitlich befristeten Einsätzen.

Trotz des Fehlstarts hat sich am Konzept der offenen Jugendarbeit nichts geändert. Ende 2013 übersprang das Konzept die Genehmigungshürde problemlos. Ohne Gegenstimme sagte die Gemeindeversammlung Bremgarten damals Ja zu Konzept und Gesamtkosten im Betrag von 445 000 Franken. Dies für eine dreijährige Testzeit und unter Kostenbeteiligung des Kantons Aargau. Alles in allem betragen die Nettokosten für Bremgarten in den drei Jahren rund 361 000 Franken.

Ausgerichtet ist die offene Jugendarbeit auf die rund 500 Bremgarter Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren sowie auf die rund 400 auswärtigen Oberstufenschüler. Im Fokus stehen die aktive Freizeitgestaltung der jungen Leute, die Unterstützung und Begleitung bei allerlei Aktivitäten. Im Weiteren soll die Jugendarbeit denn als Anlaufstelle und Gesprächspartnerin dienen bei Anliegen, Bewerbungen, Projekten und persönlichen Problemen.