Die Einwohnergemeindeversammlung Merenschwand war reich befrachtet. Gutgeheissen wurden das Budget 2019 mit einem Steuerfuss von 95 Prozent sowie die Fusion des Gemeindeverbandes Zivilschutzorganisation Muri-Boswil und Zivilschutz Region Oberfreiamt zum neuen Gemeindeverband Bevölkerungsschutz und Zivilschutz Freiamt, mit gleichzeitigem Anschluss der Kellerämter Gemeinden. Eine ganze Reihe von Geschäften betrafen Infrastrukturaufgaben. Der Kanton Aargau hat die Sanierung der Luzernstrasse mit Kosten von 4,13 Mio. Franken projektiert, die Einwohnergemeinde Merenschwand beteiligt sich nun mit 1,859 Mio. Franken (45 %) daran. An die Kosten des vom Kanton projektierten Kreisels Hirschen von 5,41 Mio. Franken hat die Einwohnergemeindeversammlung einen Beitrag von 2,435 Mio. Franken (45 %) gutgeheissen.

Nach dem Beschluss des Souveräns vom November 2017, einen Ersatz-Neubau für das zur Schulanlage Zürichstrasse gehörende und sanierungs- bedürftige Notterhaus projektieren zu lassen, ging es darum, die Realisierung des Neubaus zu beschliessen und dafür einen Kredit von 6,97 Mio. Franken zu bewilligen. Er soll Räume für Mediothek, Musikschule, Jugendarbeit, Betreuung und Mittagstisch, Haustechnik und Lager sowie Nebenräume umfassen. Auch dieser Vorlage stimmte der Souverän nach einer ausgedehnteren Diskussion zu. Schliesslich wurde ein Kredit von 30'000 Franken zur Projektierung eines Parkhauses unter dem Pausenplatz Nord gutgeheissen. Damit kann dieses Parkhaus und das von der Landi Freiamt unmittelbar daneben geplante unterirdisch verbunden und über eine gemeinsame Zu-/Wegfahrt erschlossen werden.

Keine Bewilligung vom Kanton

Bei der Vorlage für den Bau eines Rad- und Schulweges zwischen Weidhofstrasse, Merenschwand, und Unterdorf, Benzenschwil, ohne Querungen der Kantonsstrasse 352, folgte der Souverän der Argumentation des Gemeinderates. Während der Kanton im Rahmen der Strassensanierung mit zwei Strassenübergängen mit Inseln in der Mitte der Benzenschwilerstrasse die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer verbessern will, forderten Einwohner eine von der Strasse abgekoppelte Lösung. Es sei sinnvoll, die Kinder weg von der Strasse zu haben. Die Lösung mit den Mittelinseln sei nicht optimal, die Verbindung Hüslerstrasse zudem sehr steil, argumentierten die Initianten. Auch ältere Menschen und alle Velofahrer würden von einem neuen Veloweg stark profitieren. Für den Gemeinderat war aber klar, dass es schwierig würde, für ein solches Projekt, das durch Landwirtschaftsland führte, eine Bewilligung vom Kanton zu erhalten. Eine kantonale Kostenbeteiligung stand ebenfalls nicht in Aussicht, die Gemeinde hätte den separaten Veloweg vollumfänglich selber bezahlen müssen. Weiter verabschiedete die Gemeindeversammlung ihren langjährigen Feuerwehrkommandanten Felix Fischer.