Bremgarten
Der «schönste Weihnachtsmarkt der Nordhalbkugel» ist eröffnet

Der 21. Weihnachts- und Christchindlimärt ist eröffnet und wird wohl über 100'000 Besucher anlocken. Den folgenden vier Tagen Märt mit über 320 Ständen gehen aber drei Wochen harte Vorbereitung voraus.

Dominic Kobelt
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«Gestern habe ich im Radio die Wetterprognose gehört – in der ganzen Schweiz wolkenlos und sonnig. Als ich aus dem Fenster schaute: nur Nebel.» Die Bremgarter seien es sich gewohnt, den ganzen Tag im Nebel zu hocken, sagte Corinne Dobler, reformierte Pfarrerin von Bremgarten. Gerade deshalb könnten die Bremgarter besonders gut ein Stück Frieden weitergeben, und damit selber ein Licht sein.

Nach der Eröffnung in der Märtchile machten sich die geladenen Gäste zusammen mit den drei Geistlichen der evangelischen Gemeinde, der katholischen Kirche und der reformierten Kirche und den Alphornbläsern, den Trychlern, Samichläusen und Schmutzli auf den Weg zum Obertorplatz, wo Stadtammann Raymond Tellenbach das rote Band durchschnitt.

Unterstützung erhielt er dabei von Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung. Sie überbrachte Bremgarten Grüsse von allen Aargauer Gemeinden und freute sich, das erste Mal den traditionsreichen Markt miterleben zu dürfen.

5500 Liter Glühwein

Ursula Lightowler, Präsidentin vom Verein Christchindli-Märt, bedankte sich bei allen Helfern, die den Grossanlass überhaupt ermöglichen. Als Beispiel führte sie Dora Wyss an, die seit Beginn den Glühwein kocht.

«Im letzten Jahr waren es sage und schreibe 5500 Liter.» Auch sonst seien es drei Wochen harte Arbeit, die dem viertägigen Markt vorausgingen. Vereine, Zivilschutz und freiwillige Helfer sorgen dafür, dass jedes Detail stimmt, wenn es losgeht.

Der Verein Christchindli-Märt, der gerade mal aus acht Personen besteht, ist auf diese Unterstützung angewiesen. Die Planung für den nächsten Weihnachtsmarkt beginnt bereits im Januar.

Die Besucher dürfen sich auch dieses Jahr auf ein reichhaltiges Programm freuen. Neben den vielen Beizli und über 320 Ständen gibt es ein grosses kulturelles Angebot. Ob Konzerte wie Gospelsongs und weihnachtliche Klänge, eine Führung auf den Spittelturm oder eine Fahrt mit der weissen Kutsche, es gibt viel zu entdecken.

Beim ersten Weihnachts- und Christchindlimärt kamen etwa 40 000 Besucherinnen und Besucher ins Reussstädtchen. In der Zwischenzeit werden am «schönsten Weihnachtsmarkt der Nordhalbkugel», wie Stadtammann Raymond Tellenbach zu sagen pflegt, jeweils über 100 000 Besucher erwartet.

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