Waltenschwil

Der Reusspark führt neu eine Pflegeaussenstation

Michelle Randazzo, Pflegeressortleiterin im Reusspark, zeigte den interessierten Besucherinnen und Besuchern ein Pflegezimmer. BA

Michelle Randazzo, Pflegeressortleiterin im Reusspark, zeigte den interessierten Besucherinnen und Besuchern ein Pflegezimmer. BA

In Waltenschwil sind im letzten Herbst im Bünzpark bereits 20 Alterswohnungen eingeweiht worden. Nun steht auch die dazu gehörende Pflegewohngruppe bereit. Sie wird am 4. März offiziell eröffnet.

 Die Bevölkerung konnte das Haus an der Einweihungsfeier besichtigen und war davon begeistert.

1,8 Millionen Franken erhalten

Das Alterszentrum Bünzpark erfuhr eine breite Unterstützung. So erhielt der Trägerverein von der Hans und Isabelle Isler-Käppeli Stiftung in Waltenschwil 1,8 Millionen Franken. Als Stiftungsratspräsident durfte Notar Werner Hofstetter (Villmergen) dem Vereinspräsidenten Werner Müller (Waltenschwil) per Handschlag bestätigen, dass der grosse Betrag in zwei Tranchen bereits früher ausbezahlt worden sei.

«Das freut uns sehr», erklärte Müller. Der Bünzpark sei eine gelungene Sache und erfülle die Gemeinde mit Stolz. Isabelle Isler, die Witwe des Strohindustriellen Hans Isler, habe das Haus besichtigt und finde es sehr schön. Ausserdem erhielt der Bünzpark auch einen Förderbeitrag von 250 000 Franken von der Age-Stiftung «Für gutes Wohnen im Alter» in Zürich.

Personelle Unterstützung

Eine gute Idee entwickelte der Reusspark in Niederwil. Das Pflege- und Betreuungszentrum wird die Pflegewohngruppe personell unterstützen und führen. Bereits vor 13 Jahren besuchte Herbert Seiler, Vizedirektor im Reusspark, einen Vortrag zum Thema Pflegewohnungen – neue Wohnformen im Alter. «Tags darauf habe ich eine Aktennotiz gemacht und eine Vision formuliert, dass der Reusspark sich für eine Aussenstation in einer benachbarten Gemeinde starkmachen sollte», teilte Seiler mit.

Jetzt sei es so weit. Der Reusspark mache der Gemeinde Waltenschwil «ein sehr gutes und schönes Angebot in der Langzeitpflege». Die in das Projekt involvierten Mitarbeiter des Reussparks hätten gerne mit dem Trägerverein des Bünzparks zusammengearbeitet, sagte Seiler.

Besonders stark habe man das grosse Engagement des Vereinspräsidenten Werner Müller gespürt. Seiler machte Müller ein sinnvolles Geschenk: die Mitgliedschaft des Vereins Gnadenthal, der als Trägerverein des Reussparks auftritt. Er habe entdeckt, dass zwar Müllers Frau Hedy bereits Mitglied sei, Werner Müller aber noch nicht, erklärte Seiler. Deshalb habe er den Einzahlungsschein auch für ihn ausgefüllt.

Aquarium erfreut Besucher

Die Architekten hatten bei der Gestaltung der Pflegewohngruppe einen guten Einfall: Sie bauten im oberen Stockwerk, wo sich die 14 Bewohnerzimmer befinden, ein riesiges Aquarium ein. Dieses zog die Blicke auch an der Einweihungsfeier auf sich. Die Zimmer sind behindertengerecht und mit Dusche/WC, einem Notrufsystem und eigenen Anschlüssen für den Fernseher, das Telefon und das Internet ausgerüstet. Zwei Zimmer können einfach auf einfache Art zu einer grosszügigen Ehepaar-Wohnung umgerüstet werden.

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