Oberlunkhofen

Der renommierte Landgasthof «Kellerämterhof» ist jetzt nur noch ein Trümmerhaufen

Im Juli 2016 hat der «Kellerämterhof» seine Türen geschlossen. Jetzt ist auch das Gebäude abgebrochen worden.

Josef Füglistaller hatte es vor knapp zwei Jahren mit Tränen in den Augen verkündet: Für den renommierten Kellerämterhof, seinen Gastronomiebetrieb, in dem er aufgewachsen war und den er zusammen mit Gattin Ursula mit unermüdlichem Einsatz gross gemacht und 36 Jahre lang erfolgreiche geführt hatte, gab es keine Zukunft. «Die klassische Gastronomie, so, wie wir sie betreiben, verlangt ein sehr hohes Engagement. Das zu leisten ist heute offenbar kaum mehr jemand bereit», hatte der einstige Freiämter Vorzeige-Gastronom und ehemalige Präsident von Gastro Aargau erklärt.

Wohnraum statt Gasthof

Gegessen wird im «Kellerämterhof» wohl weiterhin. Aber nicht mehr in der Gaststube und dem gediegenen Speisesäli von einst, sondern an den Esstischen der 19 Wohnungen, die anstelle des Restaurationsbetriebes entstehen sollen. Geplant sind zwei Mehrfamilienhäuser, mit deren Bau nach dem in den vergangenen Tagen erfolgten Abbruch des Gasthofs in Kürze begonnen wird. Im ersten der beiden neuen Häuser werden acht Eigentumswohnungen entstehen, im zweiten elf Mietwohnungen unterschiedlicher Grösse. In etwa anderthalb Jahren dürften diese neuen Wohneinheiten, die an bester Lage mit einer herrlichen Sicht auf das Reusstal erstellt werden, bezugsbereit sein.

Gastro-Landschaft ärmer

Der «Kellerämterhof» ist das prominenteste Beispiel der Gastro-Landschaft, die auch im Freiamt in den vergangenen Jahren stark geschrumpft ist. Zahlreiche einst florierende Betriebe – der «Zürcherhof» in Bremgarten, der «Ochsen» und der «Wilde Mann» in Sarmenstorf – haben ihre Türen für immer geschlossen. Statt gewirtet wird künftig dort gewohnt. Das Beizen-Sterben dürfte leider weitergehen.

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