Oberlunkhofen

«Der Rebenweg ist eine 650 Meter lange Rennbahn» – gibt es jetzt Tempo 30 auf der Quartierstrasse?

Der 650 Meter lange Rebenweg verläuft schnurgerade und wird laut Anwohnern nicht selten zur Rennbahn.

Der Gemeinderat informierte zu verkehrsberuhigenden Massnahmen und Tempo 30 auf der Quartierstrasse in Oberlunkhofen.

Braucht es auf einer schmalen Quartierstrasse, die als Sackgasse endet, verkehrsberuhigende Massnahmen und Tempo 30? Ja, manchmal braucht es das, wie ein Beispiel aus Oberlunkhofen zeigt: «Der Rebenweg ist eine 650 Meter lange Rennbahn. Jetzt muss etwas gegen die Raser, die sogar an unserer Strasse wohnen, unternommen werden», ereiferte sich ein Anwohner an der vom Gemeinderat organisierten Informationsveranstaltung.

Vizeammann Cristian Canis zeigt die Situation auf dem Plan.

Vizeammann Cristian Canis zeigt die Situation auf dem Plan.

Im Mehrzweckgebäude der Schulanlage hatten sich mehr als 50 Personen eingefunden, die Hälfte von ihnen wohnen an ebendieser «Rennbahn». Sie trugen ihre Anliegen vor, die von «Es braucht gar keine Massnahmen» bis zu «Einführung von Tempo 30» und «Aufbauen von Hindernissen im Strassenraum» reichen.

Der Gemeinderat soll sich die Raser vornehmen

«Alle Gemeinden rundum schaffen es, 30er-Zonen einzurichten, nur bei uns klappt das nicht», hielt eine Votantin fest. Jemand wollte wissen, weshalb es am Rebenweg kein Trottoir hat, was zum Schutz der Kinder sinnvoll wäre.

Eine Anwohnerin betonte, man solle ja keine Poller auf der Strasse vor ihrem Haus positionieren, sonst könne sie mit dem Auto nicht mehr wegfahren. «Wer bei uns oben zu schnell fährt, ist doch dem Gemeinderat sicher bekannt. Er soll sich diese Leute vorknöpfen und sagen, sie sollen anständig fahren», schimpfte ein Versammlungsteilnehmer.

«Eine 30er-Tafel am Anfang des Rebenwegs, bei der Einmündung von der Zürcherstrasse, reicht völlig. Es braucht keine Baumnischen, keine Poller und sonstigen Hindernisse», stellte eine Anwohnerin fest. Diesen Ausführungen hielt ein Votant entgegen: «Nur Tempo 30, ohne Verengungen, nützt überhaupt nichts.»

Eine besorgte Frau entgegnete: «Jede Verengung ist zum Nachteil von Fussgängern und Velofahrern», während eine weitere Wortmeldung lautete: «Die Anwohner müssen sich einfach einig werden, welche verkehrsberuhigenden Massnahmen sie überhaupt wollen.»

Dazu konnte sich Vizeammann Cristian Canis äussern: «Der Gemeinderat möchte vorerst für zwei Jahre eine Tempo-30-Zone auf dem Rebenweg einführen und eine Baumnische einrichten.»

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