Geplanter Veloweg
Der Radweg Bremgarten-Wohlen verzögert sich erneut um ein halbes Jahr

Das Velowegprojekt von Bremgarten nach Wohlen zu Kosten von 5 Millionen Franken wird erst ab September 2014 verwirklicht. Auf der Wartebank befindet sich auch die geplante Wildwechselanlage zwischen Wohlen und Bremgarten.

Lukas Schumacher
Drucken
Die kleinen Bauprofile (rechts) für die Erstellung des geplanten Radwegs Bremgarten–Wohlen bleiben noch einige Monate stehen. ARchiv/Rob

Die kleinen Bauprofile (rechts) für die Erstellung des geplanten Radwegs Bremgarten–Wohlen bleiben noch einige Monate stehen. ARchiv/Rob

Robert Benz

Alle Einwendungen gegen den geplanten Veloweg von Bremgarten nach Wohlen sind vom Tisch. Die definitive Projektgenehmigung des Regierungsrats liegt vor. Doch der Bau des drei Kilometer langen Radwegs entlang der Kantonsstrasse, über den seit Jahrzehnten geredet wird, verzögert sich erneut um ein halbes Jahr.

Terminplanung abgeändert

Diesmal hat Manuel Baldi, der zuständige Kreisingenieur des Kantons, sanft aufs Bremspedal gedrückt. Der Grund: «Es macht Sinn, wenn wir nach den Waldrodungsarbeiten für den neuen Veloweg sofort den eigentlichen Bau des Radwegs anpacken können. So wird eine grosse zeitliche Lücke zwischen Rodung und Erstellungsbeginn vermieden».

Die Rodung -– es wird eine beachtlich grosse Waldfläche von rund 12 000 m beseitigt -– soll im September dieses Jahres anlaufen, am Ende der Vegetationszeit. Laut Baldi beginnen danach im Herbst die Erstellungsarbeiten des 2,5 Meter breiten Velowegs.

Demnächst, im Mai, werden die Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Falls nach der Arbeitsvergabe keine Submissionsbeschwerde eintrifft, beginnt die Rodung also im September. Die anschliessenden Bauarbeiten dürften gut ein Jahr dauern.

Wildwechselanlage folgt später

Auf der Kantonsstrasse zwischen Wohlen und Bremgarten soll auch eine Wildwarnanlage installiert werden. Die geplante Warnanlage kostet rund 250 000 Franken und wäre die dritte derartige Signalanlage im Kanton Aargau.

Wenn immer möglich hätte die Anlage im Bremgarterwald gleichzeitig mit dem Veloweg gebaut werden sollen. Daraus wird nichts. Die Wildwarnanlage, deren Montage sowohl Kantonsstellen als auch die Jägerschaft befürworten, hat noch nicht alle internen Genehmigungshürden übersprungen. Daher steht die definitive Projektgenehmigung durch den Regierungsrat aus.

Es zeichnet sich ab, dass die Wildwarnanlage erst nach dem Radwegbau erstellt werden kann. «Allerdings», so Kreisingenieur Baldi, «werden wir beim Radwegbau Vorarbeiten für die Installation der Warnanlage ausführen.» Schächte sollen entstehen, Leerrohre eingebaut werden.

Gränichen, Staffelegg, 5 Millionen

Wer eine Waldfläche beseitigt, muss andernorts Wald im gleichen Umfang erneuern, aufforsten. Das gilt selbstverständlich auch fürs Radwegprojekt zwischen Bremgarten und Wohlen. Da in unserer Region kein Aufforstungsbedarf vorhanden war, wird man einen grösseren Teil des abgeholzten Waldes in Gränichen aufforsten und einen kleineren Teil auf der Staffelegg.

Die Gesamtkosten, wozu auch Kleintier-Durchlässe für Amphibien und eine 30 Meter lange Holzbrücke bei der Shell-Tankstelle in Bremgarten gehören, betragen 5,3 Mio. Franken. Der Bund steuert 1,2 Mio. Franken bei. Knapp 4 Millionen Franken finanziert der Kanton Aargau, während Wohlen 143 000 Franken zahlt und Bremgarten kostenlos wegkommt.

Aktuelle Nachrichten