Muri

Der Pflegipark wird rollstuhlgängig

Im Pflegi-Park ist der neue Rundweg mit Pflöcken markiert. Der Weg wird rollstuhlgängig sein. ES

Im Pflegi-Park ist der neue Rundweg mit Pflöcken markiert. Der Weg wird rollstuhlgängig sein. ES

Der Pflegipark in Muri erhält einen neuen, rollstuhlgängigen Rundweg und wird auch sonst deutlich aufgewertet. Der erste Teil der Parksanierung wird bis Ende Mai 2011 abgeschlossen sein.

Die Gesamtsanierung kostet rund 800 000 Franken und soll auch mit Gönner- und Sponsoringbeiträgen finanziert werden. Der alte Baumbestand wird nicht angetastet, «es sei denn, er falle selber um», wie Pflegi-Direktor Thomas Wernli sagt. Auch der Unterhalt des erneuerten Parks werde nicht aufwändiger werden als heute, erklärt Guido Küng, Leiter Bau und Technik der Pflegi.

Oase im Dorf

Heute erscheine der Pflegipark wie eine grüne Oase mitten im Klosterdorf, hält die Pflegi Muri fest. Die Anlage werde von der Bevölkerung auch zunehmend genutzt. «Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegi Muri allerdings ist der Park in seiner heutigen Form schwer zugänglich und nicht hindernisfrei begehbar.» Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Naef Landschaftsarchitekten GmbH und der Denkmalpflege des Kantons Aargau ein neues Gestaltungskonzept für den Park erstellt.

In einem ersten Schritt wird in den kommenden Monaten das bestehende Wegnetz durch einen neuen, rollstuhlgängigen Rundweg ersetzt. Strauchgruppen und Bäume werden wo nötig ersetzt oder neu platziert. «Der wertvolle und prächtige alte Baumbestand allerdings wird von diesem Projekt nicht tangiert», betont die Pflegi, «die alten Bäume sollen geschont und gepflegt werden.» Ebenfalls vom Projekt ausgenommen ist der geschützte Garten für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung.

Mit einer «Grotte»

Die Arbeiten sollen Ende Mai, pünktlich zum Abschluss der Gesamtsanierung, abgeschlossen sein. Neben regionalen Unternehmern werden die Arbeiten von den Mitarbeitenden der Pflegi Muri in Eigenregie durchgeführt. In den nächsten Etappen soll die Zugänglichkeit zum französischen Garten mit einem neuen Wegsystem sichergestellt werden. Geplant ist auch der Bau einer Grotte unterhalb des Mittelrisalits. Wobei Guido Küng gleich relativiert: «Bei Grotte denkt man sofort an etwas Religiöses, und das wird es nicht. Vielmehr soll etwas mit Wasser gemacht werden, weil dort in früheren Zeiten ein Wasseraustritt war.» Ins Auge gefasst ist auch ein Hortulus, ein Kräutergarten mit Medizinal- und Heilpflanzen, wie sie in alten Klostergärten zu allen Zeiten anzutreffen waren.

Keine Video-Überwachung

Im Park wird zur Sicherheit der Benutzer und Pflegi-Bewohner keine Video-Kamera wachen. «Das war zwar auch schon ein Thema», sagt Guido Küng, «vor allem auch wegen ungebetener Gäste nachts. Aber heute sind wir noch weit davon entfernt, so etwas zu realisieren.» Hingegen wird der Schuppen beim Roth-Haus, wo die Pflegi Gartenmaschinen unterstellt, neu allseitig geschlossen sein. Auch hier muss gewissen Ansprüchen der Denkmalpflege Genüge getan werden. Was mit dem Unterstand im oberen Teil passiert, ist noch nicht klar. Gebaut wird hingegen eine Böschungssicherung am Klostermühleweg, für welche die Bewilligung bereits vorliegt.

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