Wohlen
Der neue Werkhof hat seine Bewährungsprobe bestanden

Fast vier Millionen Franken hat das Projekt «neuer Werkhof» die Gemeinde Wohlen gekostet. Ende 2016 haben sich die ersten Firmen eingerichtet. Werkmeister Bruno Hunkeler zieht nach den ersten Monaten eine positive Bilanz.

Toni Widmer
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Gemeinderat Urs Kuhn und Werkmeister Bruno Hunkeler im Zwischengeschoss des neuen Werkhofs.

Gemeinderat Urs Kuhn und Werkmeister Bruno Hunkeler im Zwischengeschoss des neuen Werkhofs.

Toni Widmer

Finanziell hat sich das Unternehmen «neuer Werkhof» für die Gemeinde Wohlen bisher ausbezahlt: 2,8 Mio. Franken hat der Kauf des Fisher-Scientific-Gebäudes mit dem grossen Umgelände gekostet, auf 1,35 Mio. Franken ist die erste Umbauetappe für die Einrichtung veranschlagt. Weil Teile der Liegenschaft fremdvermietet werden können – die Firma nay+partner ag ist schon eingezogen, die Regionale Zivilschutzorganisation kommt eventuell demnächst auch – sind die Kapitalkosten gedeckt.

«Für die Gemeinde Wohlen ist der Kauf dieser Liegenschaft ein absoluter Glücksfall», erklärte Gemeinderat Urs Kuhn denn auch am Besichtigungstermin für die Bevölkerung vom vergangenen Samstag. «Die Feuerwehr war schon da, jetzt haben wir auch den Werkhof eingerichtet und später kommt allenfalls noch die Regionale Zivilschutzorganisation. Da können wir in verschiedenen Bereichen von Synergien profitieren und kostenmässig geht die Rechnung ebenfalls auf.»

Wir haben uns gut eingelebt

Stimmt es auch für die Belegschaft vom Werkhof? Immerhin war in der Planungsphase des Umzuges auch da und dort das Argument zu hören, der Werkhof sei an der Wilstrasse zu weit weg vom Dorf und das verursache im späteren Betrieb zusätzlichen Aufwand. Werkmeister Bruno Hunkeler zieht nach den ersten Monaten (gezügelt wurde im November 2016) eine positive Bilanz: «Sicher, die Anfahrtswege auf die Arbeitsplätze sind zum Teil etwas länger. Es ist aber auch sehr vieles besser geworden. Der grosse Salzsilo hat uns den Winterdienst erleichtert, die Sicherheitsprobleme mit den Schülern im Bereich des alten Werkhofes sind nicht mehr und, dass wir die Sammelstelle nicht mehr betreiben müssen erleichtert de Alltag ebenfalls.»

Beim Umbau haben die Verantwortlichen des Werkhofs ihre Ideen und Wünsche einbringen können: «Die Zusammenarbeit mit Robert Weber, dem Projektleiter des Umbaus von der Xaver Meyer AG in Villmergen, hat hervorragend funktioniert. Er hat stets flexibel auf unsere Anliegen reagiert und so ist das, was wir jetzt haben, sehr zweckmässig und in allen Bereichen funktionell», sagte Hunkeler.

Luxus gibt es im neuen Wohler Werkhof an der Wilstrasse nicht. Aber endlich Garderoben und Sanitäranlagen, die diesen Namen verdienen, einen schönen Aufenthaltsraum und – vor allem – gut eingerichtete Werkstätten mit genügend Platz auch für die nächsten Jahrzehnte.

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