Muri
Der neue Schirmherr der Klosterkirche ist ein Pfarrer

Georges Schwickerath ist der neue Präsident der Vereinigung der Freunde der Klosterkirche Muri. Er ist der Nachfolger von Martin Egli, der zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.

Jörg Baumann
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Beatrice und Martin Egli, Rosa Eichholzer und der neue Präsident, Pfarrer Georges Schwickerath (von links). Jörg Baumann

Beatrice und Martin Egli, Rosa Eichholzer und der neue Präsident, Pfarrer Georges Schwickerath (von links). Jörg Baumann

Jörg Baumann

Grosse Stabübergabe in der Vereinigung der Freunde der Klosterkirche Muri: Pfarrer Georges Schwickerath übernimmt als Nachfolger von Martin Egli das Amt des Präsidenten. «Ich trete ein schwieriges Erbe an. Aber gemeinsam werden wir die Zukunft der Klosterkirche gestalten können», sagte Schwickerath.

Die Vereinigung ernannte Martin Egli zum Ehrenpräsidenten und seine Ehefrau und langjährige Sekretärin Beatrice Egli, das ebenfalls scheidende Vorstandsmitglied Rosa Eichholzer und den Orgelbauer und Gönner Dieter Egli zu Ehrenmitgliedern.

Beatrice Egli habe in den letzten 24 Jahren für die Vereinigung Tausende Arbeitsstunden aufgewendet, wenn man davon ausgehe, dass sie das Sekretariat rund um die Uhr betreut habe, sagte Vizepräsident Martin Allemann in seiner Laudatio. Sie habe sich als «permanente Auskunftsstelle und wandelndes Lexikon» erwiesen – «und das mit enormem Charme».

Als Präsident habe Martin Egli der Vereinigung den Stempel aufgedrückt. Er habe in den 16 Jahren als Chef des Unternehmens über hundert Vorstandssitzungen geleitet und ungezählte Besprechungen abgehalten. Martin Egli sei der spiritus rector von vielen Projekten gewesen. Die Hauszeitung «Posaune» habe seine Handschrift getragen, meinte Allemann. Das Ehepaar Egli erhielt als Geschenk einige Eintrittstickets fürs geliebte KKL in Luzern, das sie jetzt öfters besuchen können.

Kirchenpflegepräsident Thomas Suter dankte Martin und Beatrice Egli für den grossen Einsatz im letzten Vierteljahrhundert. Es sei auch das Verdienst von Martin Egli, «dass die Klosterkirche heute so schön aussieht wie nie vorher». Als Aktuar der Vereinigung würdigte Peter Hochuli die Leistungen von Rosa Eichholzer. Diese habe im Stillen vieles bewirkt und immer mit netten Gesten für einen guten Geist im Vorstand gesorgt.

Abt Malfèr blickt in die Zukunft

175 Jahre nach der Aufhebung des Klosters Muri erinnerten Martin Allemann und Abt Benno Malfèr an das Ereignis, welches das Freiamt 1841 erschütterte. Während Allemann aus der 50 Jahre nach dem Klostersturm von Pater Martin Kiem verfassten Klosterchronik zitierte, richtete der Abt den Blick in die Zukunft. «Die Geschichte des Klosters ging weiter, und das anders, als die politischen Akteure damals glaubten.

Den Abt gibt es noch immer, und die Klöster Sarnen und Muri-Gries ebenfalls.» Malfèr, der seit 25 Jahren als Abt wirkt, stellte auf die Tausendjahrfeier des Klosters Muri im Jahr 2027 eine vierbändige, umfassende Klostergeschichte in Aussicht. Aber damit diese geschrieben werden könnten, müssten sich die Historiker «auf ihren Hintern sitzen und nicht wieder aufstehen, bis die Geschichte abgeschlossen ist.»

Die Vereinigung beschloss zudem, die Musik in der Klosterkirche mit 15 000 Franken zu unterstützen. Am 11. Juni können die siebte und die achte CD, die unter der Federführung des Kirchenmusikers Johannes Strobl entstehen, aus der Taufe gehoben werden, wofür die Verantwortlichen einen Beitrag von 6000 Franken erhalten.

Zusätzlich übernehmen die Klosterfreunde einen Anteil von 5000 Franken an der Miete für das Benediktinerhospiz, überweisen der Foundation Benedict weitere 5000 Franken und geben neu einen Jugendführer heraus, wofür die Vereinigung 5000 Franken bewilligte.