Wohlen
Der Nachwuchs steht im Rampenlicht

Der Sternensaal bietet unbekannten Talenten auf der Offenen Bühne eine Plattform.

Jörg Baumann
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Der 24-jährige Wohler Filmstudent Tobias Bütler gewann mit seinem Kurzfilm «Bubu» am Videominuto Festival in Florenz den ersten Preis. Das Epos muss nicht im Archiv verstauben: Bütler zeigt ihn am 22. Oktober zum ersten Mal auf der «Offenen Bühne» im Wohler Sternensaal einem breiten Publikum. Bütler ist nicht der einzige Nachwuchskünstler, der sich im Sternensaal präsentieren darf. Musiker, Theaterspieler, Zauberer und Literaten stehen an, um der Welt zu beweisen, dass das, was sie in der Freizeit im Geheimen vorbereitet haben, auf die Bühne gehört. Selbst Märchentanten und Witzeerzähler sind willkommen.

Frauen fehlen noch

«Es wird ein schöner bunter Abend. Leider haben sich für die Offene Bühne bis heute noch keine Frauen angemeldet», sagt die Studentin Sophie Preisig aus Fislisbach. Sie ist in Sarmenstorf aufgewachsen und gehört zu der sechsköpfigen Gruppe, die für die Organisation der Abendveranstaltung verantwortlich zeichnet. Mit dabei sind auch die Studenten Lorenz Hegi aus Sarmenstorf und Jonas Bürgi aus Wohlen, die KV-Stiftin Anna Galizia aus Wohlen, die Primarlehrerin Melanie Melliger aus Sarmenstorf und die Journalistin Sarah Weber aus Baden.

Die Offene Bühne ist ein Experiment und zugleich eine Premiere in der glorreichen Geschichte der Wohler Kleinkunstszene, die 1987 im Sternensaal etabliert wurde. «Die Organisatoren sind selber jung und wollen dem Nachwuchs eine Plattform bieten», erläutert Lorenz Hegi.

Spielregeln wird es an diesem Abend fast keine geben. Nur eine Einschränkung: Die Beiträge sollen nicht länger als 15 Minuten dauern. Sonst ist der Fantasie der auftretenden Künstler keine Grenzen gesetzt. Wie jeder bunte Abend hat auch die Offene Bühne einen «Tätschmeister», der durch den Abend führt. Im Sternensaal wird es der Aargauer Schauspieler Florian Steiner sein, der in Brugg aufgewachsen ist.

Alles ohne Jury

Die Offene Bühne sei aber kein Wettbewerb, an dem es Preise zu gewinnen gebe, betont Sophie Preisig. «Keine Jury bewertet die Beiträge.» Das tönt beruhigend: Dieter Bohlen sitzt nicht im Parkett und bellt die Nachwuchskünstler an. Im Gegenteil: Die Atmosphäre werde locker sein, versichern die beiden Studenten. Dafür werde die Kaffeehausbestuhlung im Saal sorgen. In der Pause und nach der Vorstellung können sich die Besucher an der Bar stärken. Beamer, Leinwand und Soundanlage stellt das Sternensaalteam den Nachwuchshoffnungen zur Verfügung. «Die Musikinstrumente müssen die Musiker aber selber mitbringen», heben die Organisatoren hervor.

Offene Bühne: Samstag, 22. Oktober, 20.30 Uhr, Sternensaal Wohlen. Anmeldung für Aufrtitte an der Abendkasse oder unter anna.galizia@hispeed.ch. Billettreservation: Getwild Wohlen (Telefon 056 622 43 03 und getwild@getwild.ch)

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