Obwohl die Stimmberechtigten 2008 mit über 76 Prozent Nein-Anteil eine Initiative verwarfen, die einen Park forderte, wagt eine Interessengemeinschaft nun einen neuen Anlauf.

Was den Park-Befürwortern neuen Mut gibt, ist die Tatsache, dass die Stimmbevölkerung kürzlich einen Kredit verworfen hat, der dazu gedacht war, einen Investor zu finden, der die Fläche nach den Vorgaben eines Gestaltungsplanes überbauen sollte. Ob das ein Zeichen gegen eine Überbauung war, oder ob einfach der Kredit als zu hoch empfunden wurde, darüber scheiden sich seither die Politik-Geister.

Für eine Überbauung spricht, dass das Isler-Areal direkt im Zentrum liegt und eine gute Wohnlage wäre. Dagegen argumentieren die Park-Befürworter, das Areal sei die letzte grüne Fläche und der einzige Ort, an dem noch ein Fest durchgeführt werden könne. Lobenswert ist, dass sie einen konkreten Vorschlag präsentieren.

Das Beispiel aus Wohlen zeigt die Vor- und Nachteile unseres politischen Systems. Demokratisch wird über alle Möglichkeiten abgestimmt, und irgendwann wird klar sein, was die Stimmbevölkerung möchte. Schade nur, dass es so lange dauert, bis endlich ein mehrheitsfähiges Projekt auf dem Tisch liegt. Denn sicher ist: So wie das Isler-Areal jetzt ist, ein brachliegendes Stück Land im Zentrum der Gemeinde, nutzt es niemandem etwas.

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