Wohlen

Der Kunstrasenplatz dürfte nicht das einzige heisse Eisen im Einwohnerrat sein

Das Stadion Niedermatten soll einen Kunstrasenplatz bekommen.

Das Stadion Niedermatten soll einen Kunstrasenplatz bekommen.

Am Montag tagt der Einwohnerrat. Dabei wird der Kunstrasen für das Stadion Niedermatten wohl nicht die grösste Diskussion auslösen.

Die SVP ist mehrheitlich dagegen, die FDP nicht geschlossen, die CVP wohl sehr dafür und aus dem inneren Ring dürfte zumindest kein grosses Widerstand zu erwarten sein. Man darf, im Vorfeld der Einwohnerratssitzung vom Montag, 21. März, davon ausgehen, dass der Kredit von 1,16 Mio. Franken für den Einbau eines Kunstrasens im Stadion Niedermatten zwar stark diskutiert, letztlich aber doch bewilligt wird.

Eine ausführliche Debatte zu erwarten ist auch beim Bericht und Antrag zur Motion «Second opinion» zum Schulraumbedarf. Die SVP hatte die Berechnung zum Schulraumbedarf im vom Gemeinderat vorgelegten Bericht angezweifelt und eine Beurteilung durch unabhängige Experten verlangt. Der Gemeinderat leistete dem Auftrag Folge und bezog dabei Jean-Pierre Gallati, damals noch Einwohnerrat, mit ein. Gallati machte dem Gemeinderat zwei Vorschläge für seiner Meinung nach unabhängige und kompetente Experten. Weiter wurde er vom Gemeinderat auch aufgefordert, die wichtigsten Fragen zu formulieren, die in diesem Expertenbericht zu beantworten wären.

Der Gemeinderat tat wie gewünscht und der Bericht wurde in Auftrag gegeben. Das Resultat der Expertise bestätigt nach Meinung des Gemeinderates den Schulraumbedarf, den er bereits in seinem Bericht ausgewiesen hat. Doch Jean-Pierre Gallati zweifelt nun offenbar auch diesen Bericht an. Wie er gegenüber dem «Wohler Anzeiger» erklärte, weise die Expertise erhebliche Mängel auf und ihr Resultat sei «finanzpolitisch verantwortungslos.» Die Schulraumplanung bleibt somit wohl auch weiterhin ein heisses Eisen und auf die Haltung des Einwohnerrates am Montag darf man sehr gespannt sein.

Standortkonzept Asylbewerber

Ebenfalls behandelt wird an dieser Sitzung eine Motion von Harry Lütolf. Er fordert ein Standortkonzept für Asylbewerber. Statt überall im Dorf verteilt, sollten an einem oder maximal zwei Standorten Unterkünfte mit einer guten Infrastruktur erstellt werden. Es ist zu erwarten, dass sich im Zusammenhang mit dieser Motion auch die SVP mit ihrem Anliegen zu Wort meldet. Sie hat vom Gemeinderat gefordert, dass er alles unternimmt, damit die geplante Asylbewerberunterkunft des Kantons in der Kanti Wohlen nicht realisiert werden kann und die bereits eröffnete Unterkunft im ehemaligen «Salmen» geschlossen wird.

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