Stiftung Murikultur

Der kulturelle Leuchtturm strahlt weit

Geschäftsführerin Heidi Holdener und Präsident Robert Häfner halten für die Stiftung Murikultur das Fenster weit offen.

Geschäftsführerin Heidi Holdener und Präsident Robert Häfner halten für die Stiftung Murikultur das Fenster weit offen.

Die Stiftung Murikultur dankt mit einem Fest für die Unterstützung vieler Menschen und Stiftungen in den letzten 50 Jahren.

Was vor 50 Jahren bescheiden begann, ist heute eine wichtige Institution: Die Stiftung Murikultur steht für eine Vielfalt von kulturellen Veranstaltungen und ist aus dem Klosterdorf schlicht nicht mehr wegzudenken. Das 50-jährige Bestehen der Stiftung wird am Sonntag, 8. September, gefeiert, eingebettet in die Murianer Kulturtage, die vom 6. bis 9. September dauern.

Es sind einige Namen, die sich im Rückblick auf 50 Jahre Kulturstiftung St. Martin, wie sie früher hiess, und der heutigen Stiftung Murikultur in den Vordergrund drängen: Leo Weber, Josef Räber, Hanny Grob, Marco Hauser oder Urs Pilgrim.

Sie und viele andere sind die Wegbereiter für ein kulturelles Angebot, das seinesgleichen sucht und sogar zum kulturellen Leuchtturm im Aargau geführt hat. «Verschiedene einzelne Blumen konnten in den letzten Jahren von Urs Pilgrim zum Blumenstrauss gebunden werden», fasst Robert Häfner, Pilgrims Nachfolger als Präsident von Murikultur, zusammen.

Er und Heidi Holdener als Geschäftsführerin sind heute die Gesichter von Murikultur in der Öffentlichkeit, wobei sie gleich abwinken: «Es sind die zahlreichen Ressort, die 120 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Murikultur ausmachen», unterstreichen sie. «Bei uns laufen nur die Fäden zusammen.»

Professionelle Strukturen sind nötig

Es sind viele Fäden, die zusammenlaufen: das Museum Kloster Muri, das Museum Caspar Wolf, das Museum für medizinhistorische Bücher, Musik in der Klosterkirche, Musik im Festsaal, Musig im Pflegidach, The Muri Competition, Singisenforum, Muri Theater, Bibliothek, Sammlung Murensia, Bibliothek, Cabarena, die ganzen Aktivitäten rund ums Kloster – und sozusagen mittendrin das Besucherzentrum im Singisenflügel, die zentrale Anlaufstelle für alle kulturellen Angelegenheiten im Klosterdorf.

Da braucht es professionelle Strukturen und Organisation. «Aber wir sind schlank aufgestellt», führt Häfner aus. 15 Personen sind in Voll- oder Teilzeit angestellt, der Rest geschieht ehrenamtlich.» Ohne die regelmässige Unterstützung der ehrenamtlich Mitarbeitenden, ohne die ausserordentliche Verankerung der Kultur in Muri ginge es nicht, macht auch Holdener klar. «Wir sind allen zu grosser Dankbarkeit verpflichtet.»

Es gibt noch einige Pläne und Ideen

In diesen Dank einbezogen sind die zahlreichen Geldgeber, angefangen beim Kanton Aargau über die verschiedenen Stiftungen, die mit erheblichen Beiträgen die kulturelle Vielfalt überhaupt erst ermöglichen, bis hin zu kleineren Spenden und vielfältiger Unterstützung.

In den ersten zehn Jahren der Kulturstiftung St. Martin konnten rund 110 000 Franken für verschiedene Projekte aufgewendet werden. Heute beläuft sich das durchschnittliche Jahresbudget auf 2,5 Mio. Franken. Die Stiftung Murikultur ist jetzt, nach 50 Jahren, nicht ausdrücklich auf Expansionskurs. «Aber wir haben schon noch Pläne und Ideen», lacht Häfner.

So steht beispielsweise das Hospiz im Singisenflügel leer, nachdem der letzte Mönch verstorben ist. «Auch beschäftigen wir uns stets mit einer Angebotserweiterung, wenn sich entsprechende Möglichkeiten bieten.» Holdener erlebt durch die Vielfältigkeit des kulturellen Angebots Wechselwirkungen und Querbezüge beim Publikum: «Vieles greift ineinander. Leute entdecken und besuchen plötzlich auch Angebote, die sie bisher vielleicht ausgelassen haben. Die Grenzen sind noch nicht abgesteckt, wir sind offen für Neues, es gibt noch Platz für alles Mögliche.»

Aber zuerst wird tüchtig gefeiert am Sonntag, 8. September, von 10.30 bis 17 Uhr. «Das Fest soll ein grosses Dankeschön an alle sein, die sich für Murikultur engagieren, aber auch an das Publikum für seine Treue und Unterstützung», betonen Häfner und Holdener.

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