Bremgarten
Der Knoten des Grossprojekts scheint gelöst

Die Entflechtung verspricht eine zügige Bewilligung für den Bremgarter Unternehmer Toni Steiner und die von ihm geplante 22-Millionen-Überbauung an der Zürcherstrasse in Bremgarten.

Lukas Schumacher
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Wird zeitlich nicht blockiert: Geschäftsüberbauung Zürcherstrasse.zvg

Wird zeitlich nicht blockiert: Geschäftsüberbauung Zürcherstrasse.zvg

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Im Interessenskonflikt um die markante Geschäftsüberbauung und die gleichzeitige Strassenraumgestaltung an der Zürcherstrasse haben die Beteiligten einen neuen Lösungsweg eingeschlagen. Die Stichworte dazu heissen «Trennung und Entflechtung». Das prägnante Hochbauprojekt der Rumi AG wird nun gesondert betrachtet und zeitlich vorgezogen.

Vorläufig auf die Wartebank geschoben wird hingegen die Neugestaltung des dortigen Strassenraums mit der Anordnung eines neuen Bremgarter Busbahnhofs. Bis diese Gestaltung des öffentlichen Raums und ein griffiges Verkehrskonzept an der Zürcherstrasse spruchreif werden, dürften voraussichtlich drei bis vier Jahre verstreichen.

Baubewilligung bereits im März?

An einer Sitzung im Rathaus Bremgarten einigten sich Vertreter von Stadt, Kanton, Bauherrschaft und BDWM Transport auf diese Entflechtung. Sie bringt Zug in dieses wichtige städtebauliche Grossprojekt. So kann der Bremgarter Unternehmer Toni Steiner von der Rumi AG mit einer baldigen Bewilligung für die erste Bauetappe rechnen, die rund 22 Mio. Franken kostet. Steiners Architekt Markus Ruch: «Wir gehen davon aus, dass die Baubewilligung im März 2012 eintrifft.» Im Frühling könne man dann mit dem Abbruch der Altliegenschaften beginnen und im Sommer mit dem Neubau.

Grösstenteils vom Tisch ist auch die Einsprache der BDWM Transport AG wegen Sicherheitsaspekten und bahntechnischen Überlegungen im Zusammenhang mit der Überbauung in der Nähe des Bahnhofs. Das erwartete grüne Licht des Bundesamts für Verkehr fehlt aber noch.

Busbahnhof soll verlegt werden

Unternehmer Toni Steiner wollte vor dem geplanten Geschäftsbau längs der Zürcherstrasse lauter Kurzzeitparkplätze für die Kunden platzieren und den Busbahnhof am alten Standort belassen, auf dem Obertorplatz. Vertreter des Kantons und der Stadt winkten ab. Stadtrat Rolf Meier: «Das geht nicht. Der Obertorplatz ist flächenmässig zu klein für fünf Doppelgelenk-Busse und die dortigen Wenderadien genügen nicht.» Im Interesse der Öffentlichkeit und der öV-Benutzer müsse man den Busbahnhof mit fünf neuen Busbuchten an die Zürcherstrasse verlegen.

Plätze für Kurzparker soll es vor dem neuen Gebäude dennoch geben, wenn auch in beschränkter Zahl. Nicht infrage als neuer Busbahnhof-Standort kommt das Gelände des Kulturzentrums Bremgarten (Kuzeb). Die privaten Besitzer des Areals liessen die Stadtbehörde auf eine entsprechende Anfrage hin wissen: «Wir verkaufen das Gelände nicht.»