Bezirk Bremgarten

Der Kindes- und Erwachsenenschutzdienst hat einen neuen Chef – und optimierte Strukturen

Urs Steiner ist der neue Geschäftsführer des KESD Bezirk Bremgarten.

Urs Steiner ist der neue Geschäftsführer des KESD Bezirk Bremgarten.

Nach einem Jahr interimistischer Führung wird der Kindes- und Erwachsenenschutzdienst des Bezirk Bremgarten seit Anfang Monat von Urs Steiner geführt. Er kennt die Behörde bereits.

Seit dem 1. November hat der Kindes- und Erwachsenenschutzdienst Bezirk Bremgarten (KESD) wieder einen Geschäftsführer. Und zwar Urs Steiner, der den KESD bereits seit einem Jahr zusammen mit zwei Kolleginnen interimistisch leitet. Arsène Perroud, Präsident des KESD und Wohler Gemeindeammann, sind vor allem zwei Dinge wichtig zu betonen: Einerseits sei Steiner sehr qualifiziert für diese Arbeit.

In der Medienmitteilung heisst es dazu: «Er überzeugt durch seine langjährige Tätigkeit im Erwachsenenschutzbereich, seine breiten fachlichen Qualifikationen, seine Erfahrungen auf Führungsebene und sein grosses Engagement für den KESD.»

Andererseits betont Perroud auf Anfrage: «Das Ziel des KESD ist es, dass die Mandate im Kindes- und Erwachsenenschutz in hoher Qualität und zuverlässig geführt werden. Das war bisher immer gewährleistet, sowohl unter dem vorherigen Geschäftsleiter als auch unter der interimistischen Führung in den vergangenen zwölf Monaten, der auch Urs Steiner angehört hat. Und das wird auch in Zukunft gewährleistet sein.»

Geschäftsführer wird künftig auch selbst Mandate übernehmen

Vor einem Jahr haben sich der KESD und der damalige Geschäftsführer Ignaz Heim «in gegenseitigem Einvernehmen getrennt» (die AZ berichtete). «Diesen Moment hat der Vorstand genutzt, um Anpassungen an der Struktur vorzunehmen und zu optimieren», sagt Perroud weiter.

Beispielsweise wird der neue Geschäftsführer nicht mehr 100 Prozent seiner Arbeit auf die Leitung des KESD verwenden, sondern selbst ebenfalls Mandate übernehmen. Zudem wurde die Teamleitung der Berufsbeistandschaft nun aufgeteilt, je ein Teamleiter hat nun den Erwachsenenschutz, ein anderer den Kindesschutz unter sich. Sonst habe sich nichts verändert und die Klienten bekämen von dieser Strukturanpassung auch nichts mit.

In dem Jahr, seit der ehemalige Geschäftsführer den KESD verlassen hat, stand der Dienst unter der Leitung der drei Teamleiter. Neben Berufsbeistand Urs Steiner, der bisher als Teamleiter der Berufsbeiständinnen und Berufsbeistände fungiert hat, waren dies Berufsbeiständin Gabriela Martin, die für die Leitung der Administration zuständig ist, sowie Sozialarbeiterin Marion Schulte-Hinrichs, die die Leitung der Jugend- und Familienberatung innehat.

In der Medienmitteilung hält der Vorstand fest: «Die Mitarbeitenden und die interimistische Führung leisteten während dieser Zeit einen ausserordentlichen Einsatz. Die Mandate wurden in der gewohnt hohen Qualität geführt.»

Hohe Qualität und Kostenbewusstsein

«Der KESD steht gegenüber den Verbandsgemeinden in der Pflicht, die Beistandschaften in hoher Qualität und mit dem notwendigen Kostenbewusstsein zu führen. Mit der Wahl von Urs Steiner werden diese Anforderungen erfüllt und der operative Betrieb des KESD wird weiterhin auf hohem Niveau funktionieren», heisst es weiter.

Die Leistungen, die der KESD im Auftrag der Gemeinden ausführt, sind die Führung von Beistandschaften, die Aufsicht über Pflegeplätze (Angebote von Pflegefamilien und Tagesmüttern), die Jugend- und Familienberatung sowie das Abklären und Erstellen von Sozialberichten.

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