Einweihung
Der Kindergarten von Waltenschwil ist jetzt topmodern

Nach knapp zwei Jahren Planungs- und Bauzeit ist der renovierte Kindergarten Banegg mit Spielplatz öffentlich eingeweiht worden.

Céline Arnold
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Die Kindergärtler führten einen Tanz mit Gesang zur Einweihung auf.

Die Kindergärtler führten einen Tanz mit Gesang zur Einweihung auf.

Céline Arnold

Schon vor Jahren war klar: Der inzwischen 40-jährige Kindergarten bot nicht mehr genügend Platz für alle Kinder und die Infrastruktur war in dürftiger Verfassung.

Im November 2011 hatten die Stimmberechtigten den Projektantrag zur Renovierung des Gebäudes an der Gemeindeversammlung angenommen. Nach einjähriger Bauzeit wurde der Kindergarten dieses Jahr fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Bevor Eltern und Kinder das renovierte Gebäude und den neuen Spielplatz öffentlich besichtigen und eine Bratwurst vom Grill geniessen konnten, stand am Freitagabend eine Feier in der Turnhalle des Schulhauses Banegg auf dem Programm. Eine Gruppe Kindergärtler eröffnete den Abend mit einem Tänzchen zu fröhlichen Klängen.

Dann hielt Gemeindeammann Michel Christen die Begrüssungsrede. Der Kindergarten sei durch die Renovation und den Anbau zu einer «weiteren kleinen Perle der Gemeindeliegenschaften» geworden, sagte Christen. Neu würden vier statt drei Räume den Kindergärtlern zur Verfügung stehen. Die Bauarbeiten seien zufriedenstellend verlaufen. Danach betrat Gemeinderat und Verantwortlicher für die Durchführung des Bauprojektes, Hans Rudolf Müller, die Bühne.

Er schien geahnt zu haben, dass bei so vielen Jungen der Geräuschpegel in die Höhe steigen würde, und hielt seine Rede geschickt in Form eines Märchens. «Es war einmal ein Kindergarten», begann er, und erzählte die Geschichte des alten Gebäudes aus den 70er-Jahren, bis hin zur notwendigen Renovation.

Fotos dokumentierten den Renovierungsprozess und zeigten: Der Kindergarten wurde – nicht zuletzt dank der Arbeit der Architekten Benno Kohli und Sissi Küng – von einem maroden Gebäude zu einem topmodernen, grosszügigen Neubau mit Spielplatz.

Spielen und Lernen im Zentrum

Nachdem 2012 für die Renovation des Schulhauses drei Millionen aufgewendet wurden, schlug die Sanierung des Kindergartens mit 1,75 Mio. Franken zu Buch. Insgesamt würden die Ausgaben für Bildung etwa 27 Prozent des Gesamtaufwandes der Gemeinde ausmachen.

Dies zeige, betont Christen, dass Bildung für die Gemeinde Waltenschwil von zentraler Bedeutung sei. Und Marcus Roos, Schulpflegepräsident und Kinderarzt, sprach sich in seiner Rede für eine Besinnung auf die normale, natürliche Entwicklung von Kindern dank spielerischer Bildung aus.

Der neue Kindergarten und der grosszügige Spielplatz sollen den Kindern Raum zum Spielen und Lernen geben und hätten einen «Symbolcharakter», da Spielen sehr wichtig sei für die Kinder.

Nach der Veranstaltung in der Turnhalle waren alle eingeladen, die Räumlichkeiten des renovierten Kindergartens und den Spielplatz selber von innen und aussen zu begutachten. Ein Beizli der Schulpflege stand für die Verpflegung bereit, dessen Erlös für das Jugendfest verwendet wird. Trotz Nieselregen und Kälte liessen es sich Eltern und Kinder nicht nehmen, ihren neuen Chindsgi genau unter die Lupe zu nehmen.