Sins

Der Kavallerieverein Freiamt feiert seinen 100. Geburtstag

Pferdewetten kann man in der Pferderennbahn Sins kommenden Sonntag zur Feier des Jubiläums-Wochenendes ohne Einsatz abschliessen.

Schon wenn man vom Schützenhaus Sins in den Wald hineinläuft, hört man die Pferde über den Kiesweg galoppieren. Läuft man ein wenig weiter, sieht man auch schon die ersten Reiter vor der Waldlichtung. Dahinter die Pferdrennbahn mit Dutzenden Pferden und noch mehr Leuten. Der Grund dafür ist, dass Reiter aus der ganzen Schweiz erneut die Chance haben, während des Herbst-Concours, der zugleich das 100-jährige Bestehen des Kavallerievereins Freiamt feiert, ihr Können zu beweisen.

Der Herbst-Concours ist für alle Pferdeliebhaber

Obwohl es Donnerstagmorgen ist, mangelt es nicht an Zuschauern. «Ich besuche die Veranstaltungen hier immer wieder gern. Man spürt die Liebe zum Detail und merkt, wie viel Arbeit dahinter steckt», sagt Manuela Schmid aus Ibach. Bernhard Baumgartner, der schon bei der Eröffnung der Pferderennbahn in den 70er-Jahren dabei war, sagt: «Hier findet eines der besten Turniere der Schweiz statt, und das gleich zweimal pro Jahr.»

Alle Zuschauer beobachten schon die ersten Reiter gespannt. Gekämpft wird als Erstes um den Preis des Kavallerievereins Freiamt. Das heisst aber nicht, dass nur Mitglieder mitmachen können. «Jeder mit einer Lizenz kann hier teilnehmen», erklärt Ueli Huwiler, Vereinspräsident. «Es geht vor allem darum, dass man Erfahrung sammeln kann.»

Nicht nur der Reiter, sondern auch das Pferd. Huwiler erklärt: «Die Pferde, die teilnehmen, sind speziell fürs Springen gezüchtet. Man merkt auch, dass sie Spass dabei haben. Würde ein Pferd keinen Gefallen daran finden, würde es nämlich einfach vor den Hürden stehen bleiben, da hilft auch kein Training.»

Früher aus Kriegsgründen, heutzutage als Hobby

Die Kavallerievereine haben eine lange Geschichte. «Ursprünglich waren die Vereine fürs Militär gedacht. Männer, die der Kavallerie-Schwadron angehörten, mussten die Pferde zwischen den Dienstzeiten nach Hause nehmen und ausbilden», erzählt Huwiler. «Einmal pro Woche hatte man dann eine Trainingseinheit.» Dies hiess, dass die Vereine nichts für Hobbysportler waren, was sich aber 1973 änderte.

«Heutzutage geht es auch vielen Hobbyreitern mehr um die Pflege des Tiers und nicht nur um den Sport», sagt Huwiler. «Mir selbst aber nicht. Ich liebe es einfach, mit dem Pferd zu springen.» Ueli Huwiler ist schon mit Pferden aufgewachsen, da sein Vater Pferdehändler war. Er selbst ist als Junior dem Verein beigetreten und ist neu Präsident geworden. Der Herbst-Concours ist seine erste Veranstaltung seit seinem Amtsantritt.

Freunde des Pferdesports können noch bis Sonntag verschiedene Wettbewerbe auf der Pferderennbahn in Sins mitverfolgen. Am Sonntag hat man sogar die Möglichkeit, einsatzfrei zu wetten. Wer richtig liegt, hat die Chance, einen Essensgutschein von 600 Franken zu gewinnen.

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