Arni
Der Jugend Circus macht sich auf die Suche nach dem verlorenen Ring

Beim Trainingswochenende des Jugend Circus Biber probten die Kinder und Jugendlichen für die Zirkussaison. Diese beginnt im August – und verspricht einiges an Spektakel der jungen Artisten.

Verena Schmidtke (Text und Fotos)
Merken
Drucken
Teilen
Am Wochenende trainierten die Artisten des Jugend Circus für die Aufführungen im August.

Am Wochenende trainierten die Artisten des Jugend Circus für die Aufführungen im August.

Zum 32. Mal lädt der Jugend Circus Biber im August dazu ein, für ein paar Stunden in die bunte Zirkuswelt einzutauchen und Manegenluft zu schnuppern. Dieses Jahr heisst das Thema «Biber goes Olympia», passend zu den Olympischen Spielen in Rio. Zum Thema Olympia haben sich Zirkusleitung, Trainer und Artisten eine spannende Geschichte ausgedacht, über die nur so viel verraten wird: Einer der olympischen Ringe geht verloren – wer ist dafür verantwortlich?

Jugendcircus Biber, Probe für ein besonderes Finale 3
14 Bilder
Jugendcircus Biber, Training am Rhönrad
Jugendcircus Biber, Probe für ein besonderes Finale 2
Jugendcircus Biber, Training der Kugelläufer und Jongleure
Jugendcircus Biber, Training an den Tüchern
Jugendcircus Biber, Am Trainingswochenende wird intensiv geprobt, hier Artistinnen am Rhönrad
Jugendcircus Biber, Probe für ein besonderes Finale 1
Jugendcircus Biber, Kugellauf und Jongleure präsentieren sich
Jugendcircus Biber, Artistik an den Tüchern
Jugendcircus Biber, Jongleure und Kugellauf mitten in einer Nummer
Jugendcircus Biber, Bei Rolla, Rolla ist Balance wichtig
Jugendcircus Biber, Zwei stolze Jongleurinnen nach gelungener Probe
Jugendcircus Biber, Die Artisten zeigen Muskeln
Jugendcircus Biber, Die Artistin lässt sich kunstvoll fallen - nichts für ängstliche

Jugendcircus Biber, Probe für ein besonderes Finale 3

Verena Schmidtke

Die Geschichte präsentieren die 47 Jugendlichen des Jugend Circus Biber mit 16 Nummern, die sie seit Januar einstudieren. Im Mai und Juni standen zwei Trainingswochenenden auf dem Plan und die vierte und fünfte Sommerferienwoche sind für den Zeltaufbau und das Durchlauftraining reserviert. Bis dahin verteilen sich die verschiedenen Trainingsorte im Dorf. Pressesprecherin Priska Keusch: «Das Dorf unterstützt uns toll bei unserem Vorhaben.»

Artisten werden zu Trainern

In der Turnhalle verteilen sich mehrere Gruppen, da proben die Jongleure und Kugelläufer, ein paar Meter weiter erfordert die Nummer «Rolla, Rolla» von den Jugendlichen ein gutes Gefühl für Balance. Beeindruckend ist ebenfalls das Können der Mädchen an den Tüchern, die einige Meter über dem Boden ihre Geschicklichkeit zeigen.

Priska Keusch führt aus: «Die Trainer waren Artisten im Jugend Circus und haben daher viel Erfahrung.» Bis zur Oberstufe können die Jugendlichen in der Manege auftreten und danach die Jüngeren trainieren und ihr Wissen weitergeben. Im November gibt es jedes Jahr ein Auswahltraining, erklärt Keusch. Dafür gebe es einen Parcours mit den verschiedenen Nummern, den die Kandidaten unter der Aufsicht der Trainer durchlaufen. Danach schreiben die angehenden Artisten die fünf Nummern auf, die ihnen am besten gefallen. Die Wünsche werden mit den Beurteilungen der Trainer abgeglichen.

Die ganze Familie hilft mit

Das Interesse sei gross, so die Presseverantwortliche, es gebe sogar eine Warteliste. Wer dabei ist, beginnt zunächst mit einer Nummer, im Jahr darauf könne man noch eine weitere dazu einstudieren. «Eine Nummer bedeutet einen Trainingsabend pro Woche», erklärt Keusch, «da muss man sich überlegen, wie viel Zeit und Einsatz man einbringen kann und möchte.» Um möglichst professionell arbeiten zu können, bleiben die Artisten bei ihrer Nummer aus der vorherigen Saison.

Auch die Eltern der Artisten unterstützen den Jugend Circus Biber. Sie sind in die organisatorischen Aufgaben wie Zirkusleitung, Marketing, Zeltauf- und -abbau eingebunden. Ausserdem nähen sie die Kostüme und schminken die Jugendlichen für den Auftritt. «Insgesamt sind gut 100 Leute im Einsatz», sagt Keusch. «Man hat als Familie eine spannende Zeit. Jeder hilft, das gibt wirklich Energie und Freude.»