Eggenwil

Der hiesige Steuersatz soll auf gleich 106 Prozent ansteigen

Der Gemeinderat Eggenwil beantragt eine Steuerfusserhöhung um vier Prozentpunkte.

Der Gemeinderat Eggenwil beantragt eine Steuerfusserhöhung um vier Prozentpunkte.

Wegen erneut sinkender Steuererträge und höheren, unbeeinflussbaren Kosten will der Gemeinderat die Steuern um 4% erhöhen.

Der Gemeinderat Eggenwil beantragt eine Steuerfusserhöhung um vier Prozentpunkte. Bereits 2015 seien nicht so viele Steuern eingegangen, wie budgetiert wurden. Auch im aktuellen Jahr rechne man nicht damit, dass die Vorgaben aus dem Budget erreicht werden.

«Dies, obschon bereits bei der letztjährigen Budgetierung ein um 110 000 Franken reduzierter Steuerertrag eingesetzt wurde.» Es gebe verschiedene Gründe, warum die Steuereinnahmen sinken, zum Beispiel höhere Liegenschaftunterhaltskosten, Pensionierungen, tiefere Einkünfte, vermehrte Einkäufe in die Pensionskassen, zudem seien die Entlastungen aufgrund der revidierten Steuergesetzgebung deutlich spürbar.

Aber nicht nur die Einnahmen sinken, auch die Kosten steigen. Im Besonderen nennt der Gemeinderat die höhren Kosten für die Pflegefinanzierung. Für Spitex und materielle Hilfe sind im Budget knapp 50 000 Franken vorgesehen, was alleine rund zwei Steuerprozenten entspricht.

Zudem sei mit einmaligen Ausgaben zu rechnen, etwa für die weiterführende Untersuchung der ehemaligen Deponie im Flurgebiet Struss (20 000 Franken), die Planungskosten für den Bauarbeiten am Asylsuchenden-Wohnheim zwischen Gemeinde- und Schulhaus (15 000 Franken), oder die Abgabe an den Kanton für den Zuschlag auf dem Personalaufwand der Volksschulen (rund 36 000 anstelle von bisher 19 500 Franken).

Das Budget weist trotz erhöhtem Steuerfuss einen Aufwandüberschuss von 84 000 Franken aus. Den im nächsten Jahr geplanten Investitionen von 1,15 Mio. Franken stehen Einnahmen von 897 000 Franken gegenüber. Davon finanziert die Gemeinde knapp 99 000 Franken selbst, der Finanzierungsfehlbetrag beläuft sich auf 156 000 Franken.

Insbesondere die bevorstehende Sanierung der Innerortstrecke stellt finanziell einen der grössten Brocken für die Gemeinde dar. Um Aufwendungen und Investitionen realisieren zu können, ohne nachfolgenden Generationen einen Schuldenberg zu hinterlassen, sei eine Steuerfusserhöhung unumgänglich, so der Gemeinderat.

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