Muri

Der grosse Umbruch beim FC Muri

Carmine Pascariello ist neu Trainer. Bild: Pascariello 2012 als Spieler beim FC Muri. Archiv/Alexander Wagner

Carmine Pascariello ist neu Trainer. Bild: Pascariello 2012 als Spieler beim FC Muri. Archiv/Alexander Wagner

Der FC Muri startet am Samstag nach einer verkorksten Saison mit vielen neuen Spielern in die Meisterschaft – darunter sind auch zwei bekannte Namen.

Die vergangene Saison war zum Vergessen – ein einziges Auf und Ab, der Abstieg konnte nur knapp verhindert werden, weil das Torverhältnis besser war. Jetzt kommt der Umbruch: Neun Spieler haben den Verein verlassen und ebenso viele sind neu dazugestossen (siehe Box). Zudem übernimmt mit Carmine Pascariello ein neuer Mann das Traineramt. Unterstützt wird er ebenfalls von zwei Neuen, die allerdings eine Vergangenheit beim FC Muri haben: Assistenztrainer Alessandro Chirico, der letzte Saison noch für den FC Muri gespielt hat, und Torhütertrainer Reto Felder, der seine Aktivkarriere beim FC Muri beendet hat.

Der 32-jährige Carmine Pascariello steht vor der schwierigen Aufgabe, aus den vielen neuen Spielern eine Mannschaft zu formen. Doch der zweifache Familienvater aus Wohlen gibt sich zuversichtlich, denn er hat bei der Zusammenstellung des neuen Kaders seine Ideen und Vorstellungen einbringen können. «Ich wollte junge, hungrige Spieler holen, die das Team pushen können und es nicht runterziehen», so der neue Trainer. Zu dieser Gruppe von Spielern zählen Fabian Burkard (20) und Jan Kalt (19) von der U23-Equipe des FC Wohlen, Nic Keller (20) von Ligakonkurrent Baden, Sandro Ravelli (23) aus dem eigenen Nachwuchs sowie Luigi Milicaj (21) vom FC Wohlen. Ebenfalls zum Team stossen Simone Parente und Fidan Tafa. Beide kommen vom FC Lenzburg.

Und dann konnte der FC Muri noch zwei namhafte Transfers tätigen. Mit dem rumänischen Stürmer Christian Ianu, der weit über 100 Spiele in der Super League bestritten hat und zuletzt beim FC Wohlen aufgelaufen war, und Baykal Bellusci – besser bekannt unter dem Namen Baykal Kulaksizoglu –, der in der Super League für GC, Thun, Basel, YB und Aarau gespielt hat, haben zwei Routiniers mit viel Erfahrung den Weg nach Muri gefunden.

Vorsichtig optimistisch

Pascariello hat in der Vorbereitung viel Wert auf eine hohe Intensität und die richtige Einstellung seiner Spieler gelegt. «Jeder muss mit jedem funktionieren und kommunizieren können. Das ist die Basis. Wenn jeder seine eigenen Aktionen macht, bringt uns das nichts», so Pascariello, der viele Einzelgespräche geführt hat und im Training direkt und offen mit seinen Spielern umgeht. Der neue Mann an der Seitenlinie ist mit der Vorbereitung zufrieden, auch wenn alle fünf Testspiele verloren gingen. «Wir haben teilweise gut gespielt, hatten aber zu viele Absenzen und reden auf dem Feld noch zu wenig miteinander. Das müssen wir ändern.»

Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag (15 Uhr) im Auswärtsspiel gegen die Black Stars. Carmine Pascariello ist sich bewusst, dass gegen die bissigen und gut organisierten Basler ein schwieriger Meisterschaftsauftakt auf seine Mannschaft wartet. «Trotzdem gibt es für mich nur ein Ziel: Wir wollen drei Punkte holen», gibt sich Pascariello kämpferisch. Angesprochen auf die Saisonziele äussert sich der Übungsleiter dagegen vorsichtig: «Ich möchte das Beste aus der Mannschaft rausholen. Wenn das am Ende der 6. Platz ist, ist das gut. Wenn es der 12. Platz ist, ist das auch okay.» Eine Einschätzung, die Sportchef Markus Käppeli teilt.

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