Islisberg
Der Geburtshelfer ist stolz auf seine Gemeinde

Josef Brem, Ehrenbürger in Islisberg und als «Geburtshelfer» oder «Götti» der Gemeinde bekannte Alt-Grossrat, erinnerte in seiner 1. August-Rede an den Zusammenhalt.

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Josef Brem ist der «Geburtshelfer» der Gemeinde Islisberg. kob

Josef Brem ist der «Geburtshelfer» der Gemeinde Islisberg. kob

Als Islisberg vor 30 Jahren eigenständig wurde, hatte es 168 Einwohnerinnen und Einwohner – heute sind es 608. Gleichzeitig ist der Steuerfuss von 130 auf 95 Prozent gesunken, und der Gemeindesteuer-Ertrag von 184 000 auf über 1,5 Mio. Franken gestiegen.

«Und das alles, ohne dass der Gemeinderat einen Bonus eingesteckt hätte», sagte Josef Brem, Ehrenbürger in Islisberg. Wichtig sei, dass die regionale Zusammenarbeit immer wieder geprüft und nach Möglichkeit auch umgesetzt werde.

Einsatz auf allen Ebenen

Der als «Geburtshelfer» oder «Götti» der Gemeinde bekannte Alt-Grossrat erinnerte in seiner 1. August-Rede an den Zusammenhalt. «Jede Person hat ihre Aufgabe und ihren Platz auf dem Lebensweg», sagte Brem.

Es sei anspruchsvoll, die wirtschaftliche, politische und soziale Stabilität zu halten und zu festigen. «Dafür ist der Einsatz auf allen Ebenen erforderlich», so Brem. Er sprach damit auch die Arbeit der Vereine und der vielen freiwilligen Helfer an.

In Zeiten von Veränderung, Wandel, Umbruch und Reformen sei eine solide Basis und eine gute Verwurzelung notwendig. «Wichtig ist besonders der Einfluss der Vorbildfunktion. Sie verdient Anerkennung und Wertschätzung.» Haushaltsarbeiten, Kindererziehung und -betreuung seien bedeutsame Aufgaben und eine Führungserfahrung.

Der Alt-Grossrat sprach auch die Stärken des schweizerischen Bildungssystems an. Dass die Schweiz mit 17 Medaillen an den Berufsweltmeisterschaften die zweitbeste Nation war und vor kurzem als innovativstes Land unter 142 bedeutenden Volkswirtschaften ausgezeichnet wurde, zeige den Erfolg.

«Zu denken gibt aber, dass jede Fünfte Person ihre Lehrzeit wieder abbricht», meinte Brem.(kob)