Ringen
Der Final ist in Aristau vor dem Saisonstart kein Thema

Die Freiämter Nationalliga-A-Ringer aus Aristau stehen vor einer schwierigen Mannschaftsmeisterschaft.

Wolfgang Rytz
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Die Teamverantwortlichen der Freiämter Ringer blicken verhalten zuversichtlich in die neue Nationalliga-A-Saison: (von links) Nicola Küng (Leistungssportchef), Sandro Vollenweider (Präsident), Adi Bucher (Cheftrainer) und Markus Weibel (Technischer Leiter).

Die Teamverantwortlichen der Freiämter Ringer blicken verhalten zuversichtlich in die neue Nationalliga-A-Saison: (von links) Nicola Küng (Leistungssportchef), Sandro Vollenweider (Präsident), Adi Bucher (Cheftrainer) und Markus Weibel (Technischer Leiter).

Willi Steffen

Der Aufbau der Freiämter Ringer in Richtung achter Schweizer Mannschaftsmeistertitel gerät ins Stocken. Nach dem letztjährigen Bronzeplatz wartet auf die Aargauer Ringerhochburg eine schwierige Nationalliga-A-Saison. Die angestrebte Teamverstärkung gelang nicht. «Wir starten mit denselben Ringern in die neue Saison», gesteht Cheftrainer Adi Bucher.

Zielsetzung: eine Medaille

Die einzigen Veränderungen betreffen Reto Bürgisser und Manuel Stierli, die bei den Partnerteams Thalheim und Domdidier in der Nationalliga B kämpfen. Das hängt mit den bisherigen Teamverstärkungen Marc Weber und Manuel Jakob zusammen. Weiterhin zählt Freiamt auf die Dienste des Weinfelder Leichtgewichters Thomas Wild. Die erhofften zusätzlichen Transfers konnten nicht realisiert werden. So gibt sich Adi Bucher bei der Zielsetzung vorsichtig. Der Final ist kein offizielles Thema. Stattdessen sagt der Trainer: «Wir wollen wieder eine Medaille gewinnen. Dazu müssen wir uns aber erst für den Halbfinal qualifizieren.» Der vom nationalen Verband als Trainer des Jahres gewählte Merenschwander weiss um das Aufrüsten der Konkurrenz und warnt, dass die Finalkämpfe «kein Selbstläufer» seien. «Wir werden ab dem ersten Meisterschaftskampf am 2. September in Willisau mit der bestmöglichen Aufstellung antreten.»

Michael Bucher angeschlagen

Für Verunsicherung sorgt Einsiedeln mit seinem neuen ehrgeizigen Trainer Urs Bürgler. Die Schwyzer waren auf dem Transfermarkt aktiv und sind heiss auf einen Halbfinalvorstoss. Als Meisterschaftsfavoriten bezeichnet Bucher Titelverteidiger Kriessern und Rekordmeister Willisau.

Dennoch verströmt Adi Bucher vor Saisonbeginn Zuversicht. Er habe vor dem Rivalenkampf gegen Willisau die Qual der Wahl, weil fast das ganze Kader fit sei. Nur ein Fragezeichen besteht. Einmal mehr ist der talentierte Michael Bucher angeschlagen. Seine Rückenprobleme bremsen ihn weiterhin. Ausserdem zog er sich beim einzigen internationalen Einsatz in diesem Jahr eine Zahnverletzung zu. «Wir wollen kein Risiko eingehen und ihn behutsam an sein Topniveau heranführen», sagt der Freiämter Cheftrainer dazu.

Freiamts neuer Leistungssportchef Nicola Küng, der Reto Bucher abgelöst hat, erklärte an der Presseorientierung vor der neuen Mannschaftsmeisterschaft, dass auch Aushängeschild Randy Vock angeschlagen sei. «Er zog sich im Trainingslager in Deutschland eine Knieverletzung zu.» Ob er ab Saisonbeginn im Einsatz steht, bleibt abzuwarten. Grosse Hoffnungen setzt Küng in die beiden Freiämter Nachwuchsringer Nino Leutert und Flurin Meier, die viel im Ausland trainierten. Leutert sorgte in diesem Jahr mit zwei Siegen an internationalen Turnieren für Aufsehen.

Zehn Tage in Deutschland

Tradition hat im Sommer das Trainingslager im Ausland. In diesem Jahr unternahm die Ringerstaffel Freiamt eine zehntägige Tour durch Deutschland mit Beginn in Leipzig. In Mark Neukirchen, Rostock und Warnermünde fanden die Aargauer ideale Voraussetzungen vor. Nur bedingt gelungen ist den Freiämtern der Test am Waldstättercup. Hinter Kriessern, Brunnen und Willisau belegte das Bucher-Team Rang 4. Die Hauptprobe vor der Mannschaftsmeisterschaft bestreiten die Freiämter Ringer am Samstag am Grenzlandturnier in Kriessern gegen starke Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.