An der Spitze mitspielen – das war das Ziel, das sich der FC Muri nach dem Abstieg in der letzten Saison für die laufende Meisterschaft in der 2. Liga inter gesetzt hat. Und das hat er bei Halbzeit erreicht. Die Klosterdörfler haben auf Rang vier überwintert und führen damit das grosse Mittelfeld an. Zur Spitze besteht dagegen bereits eine kleine Lücke. Das Trio mit den Kantonsrivalen Zofingen, Pajde (Möhlin) und Schöftland weist einen Vorsprung von sechs und mehr Punkten auf. «In der Tabelle stehen wir dort, wo wir uns das vorgestellt haben», sagt Trainer Miodrag Dedic, der die Mannschaft nach dem Abstieg übernommen hat. «Wir hätten aber durchaus den einen oder anderen Punkt mehr holen können.» Angesichts der vielen Veränderungen im Verein – nach dem Abstieg haben neun Spieler den Verein verlassen und es gab Personalwechsel beim Sportchef, Trainer und Vereinspräsidenten – ist die Hinrunde durchaus positiv verlaufen.

Gute Vorbereitung

In der Rückrunde will man den Platz in den Top 4 festigen und sich fussballerisch verbessern. Teamzusammenhalt und Chancenauswertung standen auf den Rückrundenstart im Vordergrund. «Die Jungs haben in der gesamten Vorbereitung, besonders im Trainingslager in Portugal, professionell und mit einer guten Intensität gearbeitet. Ich bin sehr zufrieden», so Dedic.

Personell gab es in der Winterpause drei Wechsel. Darko Bozhinov und Fidan Tafa haben den FC Muri verlassen, dafür ist mit Shaban Bajrami ein ehemaliger Spieler des FC Wohlen zum Team gestossen. «Er ist ein junger Spieler mit sehr viel Potenzial, der gut ins Konzept passt, dass wir noch mehr auf junge Spieler aus der Region setzen wollen», sagt Dedic. Die Verpflichtung von Bajrami wurde notwendig, weil neben den Abgängen auch Fabio Huber (Rekrutenschule) und Jan Kalt (Knöchelverletzung) länger ausfallen.

Chance für die Jungen

Aber auch mit der Verpflichtung von Bajrami ist das Kader des FC Muri mit 18 Mann relativ klein. «Dass wir ein knappes Kader haben, ist eine Chance für unsere ganz jungen Spieler. Sie werden so sicherlich zum Einsatz kommen und haben gar die Möglichkeit, sich einen Stammplatz zu erkämpfen», sagt Dedic. Kim Weiss, Valentin Gashi und Eduard Nikolla sind drei dieser jungen Spieler, die von der aktuellen Situation beim FC Muri profitieren können. «Ich bin stolz darauf, wie sich die drei geschlagen haben. Sie haben sich etwas zugetraut und Verantwortung übernommen.» Bereits am Sonntag dürfte mindestens einer aus diesem Trio zum Einsatz kommen.

Dann nämlich beginnt die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen den FC Biberist. An diesen Gegner haben die Murianer beste Erinnerungen: In der Hinrunde fertigten sie ihn auswärts mit 7:0 ab. Doch Dedic warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. «In der Hinrunde ist gegen Biberist alles aufgegangen. Am Sonntag beginnt es wieder bei null und es ist für beide Teams das erste Match nach der Winterpause. Der Rhythmus wird also fehlen. Aber ich will, dass wir dieses Spiel gewinnen – ganz egal wie.»