Wohlen ist um zwei Kunstwerke reicher. Der Dottiker Schulhauswart Pius Wietlisbach hat aus dem Holz zweier kanadischer Pappeln grosse Holz-Skulpturen gefräst. «Die Bäume an der Bünz waren alt und ein Sicherheitsrisiko, weil sie ihre morschen Äste abwarfen», erklärte der Naturschutz-Beauftragte Peter Eberhart.

Dank dem Hauswart sind die alten Pappeln nun nicht mehr gefährlich, sondern ein Blickfang für Passanten. Die Sujets – drei Hasen und eine Sportlerfigur – passen zur Jahreszeit und werden bald an ihren neuen Bestimmungsort gebracht.

Für die grossen Doppel-Figuren sind schon Standorte bestimmt worden, um den Tisch und die Bänke wird noch gefeilscht. Die Hasen-Figur kommt zum Schulhaus Bünzmatt, die Sportler stehen bald vor dem Haupteingang der Niedermatten.

Neue Pappeln wachsen langsam

Ungefähr 25 Stunden habe er gebraucht, um die Skulpturen zu fertigen, erzählte Wietlisbach. «Das passierte natürlich alles ausserhalb meiner Arbeitszeit», fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Der gelernte Zimmermann stellte sich sich ein Podest aus Palett-Rahmen zusammen und tobte sich auf dieser Erhöhung mit der Motorsäge am Holz aus. «Obwohl es draussen noch kalt ist, hab ich dabei ziemlich geschwitzt», so Wietlisbach.

Geschickt hat er aus den vermeintlichen Resten der Stämme auch noch eine massive Tisch-Bank-Kombination geschnitzt. «Wenn die Gemeinde die Bank nicht haben will, nehme ich sie auch gerne nach Hause», scherzte Wietlisbach. Der Wohler Gemeinderat Ruedi Donat nahm die Kunstwerke sichtlich erfreut in Empfang und überreichte Wietlisbach eine kleine Entschädigung.

Die Spaziergänger und Schattensucher in Anglikon müssen fürs Erste mit weniger Sonnenschutz auskommen. Laut Eberhart sind zwei Schwarzpappeln bestellt, doch bis sie gross sind, wird es Jahre dauern.