Bremgarten

Der Doppelkreisel und die Gruppenräume für die Schule sind abstimmungsreif

Die Doppelkreisellösung soll den Verkehrsfluss verbessern und die hohe Zahl der Unfälle verringern. AR/sl

Die Doppelkreisellösung soll den Verkehrsfluss verbessern und die hohe Zahl der Unfälle verringern. AR/sl

2,1 Millionen Franken sollen in den Ausbau des Verkehrs, in die Schule, ins Casino und die Strassenbeleuchtung gesteckt werden. Die Gemeindeversammlung vom 12. Dezember wird darüber abstimmen.

Abgesehen vom neuen Konzept für die offene Jugendarbeit (az vom 4. November) steht die Gemeindeversammlung Bremgarten im Zeichen der Infrastruktur-Erweiterung. Vier Kreditvorlagen im Gesamtbetrag von nahezu 2,1 Mio. Franken stehen am 12. Dezember zur Abstimmung.

Die zwei grösseren, kostspieligeren Kredite gelten der projektierten Doppelkreisellösung im Gebiet Oberebene und dem Einbau von Gruppenräumen sowie Arbeitsnischen in den Bremgarter Schulhäusern. Die zwei kleineren Kreditvorlagen betreffen die Strassenbeleuchtung und die Akustik im Casino. Zu Kosten von 180 000 Franken sollen die Quecksilber-Dampflampen durch LED-Leuchten ersetzt werden. 330 000 Franken schlägt der Stadtrat für akustische Verbesserungen im Casino und den Kauf einer Audioanlage vor.

Täglich 34 000 Fahrzeuge

Im Spätsommer verabschiedete der Stadtrat das kantonale Grossprojekt Doppelkreisel «Wohlerstrasse» und «Oberebenestrasse». Am 12. Dezember können nun die Städtchenbewohner übers Strassenbauwerk befinden, genauer über den Kostenanteil Bremgartens in Höhe von 878 000 Franken. Bis auf diese 878 000 Franken trägt der Kanton Aargau die Gesamtkosten im Betrag von 6,73 Millionen Franken.

Grund der Zweifach-Kreisellösung: In den Stosszeiten sind die beiden Knoten Umfahrungsstrasse und Oberebenestrasse/Fischbacherstrasse mit den durchschnittlich 34 000 Fahrzeugen pro Tag überlastet. Der Doppelkreisel soll die Tempi auf den Strassenzügen senken, den Verkehrsfluss in den Stosszeiten verbessern, das Einmünden/Queren erleichtern und letztlich die hohe Zahl der Verkehrsunfälle verringern. Das Gesamtprojekt umfasst auch Massnahmen für den Langsamverkehr.

Im Frühjahr 2015 sollen die Bauarbeiten anlaufen. Dies mittels einer Dammschüttung nördlich des projektierten Doppelkreisels. Es ist geplant, das aufwendige Strassenbauwerk bis Ende 2016 zu vollenden.

Gruppenräume und Arbeitsnischen

Die Schule braucht zusätzliche Räumlichkeiten. Weitere Räume seien Voraussetzung für einen zeitgemässen Schulunterricht mit sozialen und offenen Lernformen, dem integrativen Schulunterricht sowie dem Halbklassenunterricht hält der Stadtrat fest. Er schlägt vor, in allen Schulhäusern Gruppenräume und Arbeitsnischen zu Gesamtkosten von 700 000 Franken einzurichten. Dies zum Teil in bestehenden Klassenzimmern, teils in Treppenhäusern und Gängen. Raumtrennende Leichtbauwände mit Glaseinsatz sollen montiert, elektrische Installationen ausgeführt und Tische, Stühle, Wandtafeln angeschafft werden. Es ist geplant, die Gruppenräume und Arbeitsnischen ab 2014 gestaffelt – jeweils jährlich in einem der fünf Schulhäuser – einzubauen.

Der Bremgarter Steuerfuss soll auch nächstes Jahr 97 Prozentpunkte betragen.

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