Wohlen
Der Circus Monti zeigt ein traditionelles und innovatives Programm

Ab Freitag 15. März, gibt es wieder Artisten am Vertikalseil, mit Chinesischen Ringen und tanzenden Tellern zu bewundern. Der Circus Monti startet zu seiner 29. Tournee. Premiere ist in Wohlen.

Dominic Kobelt
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Mit leichtfüssigen Bewegungen springt Chris Pettersen auf einem roten Band, Trickline genannt, auf und ab, lässt sich bäuchlings fallen, lässt sich in die Höhe spicken und scheint einen Moment lang in der Luft zu schweben. Dann wechselt er aufs sogenannte Schlappseil, schwingt hin und her, um dann wieder auf die Trickline zu springen. «Es gibt keinen passenderen Auftakt», sagt Johannes Muntwyler, der mit seiner Familie den Zirkus leitet. «Es ist ein wunderbares Beispiel, für das, was wir seit Jahren versuchen: Einerseits möchten wir Zirkus bleiben, auf der anderen Seite aber neue und innovative Sachen probieren.» Das scheint dem Circus Monti zu gelingen: Er ist mit dem Schweizer Innovationspreis der Vereinigung Künstler – Theater – Veranstalter ausgezeichnet worden.

Auch das Motto ist kreativ: popUp meint nicht etwa die nervigen Popup-Fenster am Computer, sondern die PopUp-Bücher, aus denen Figuren aufklappen, wenn man die Seiten öffnet. Die Geschichte, die in der Manege erzählt wird, handelt von zwei Clowns. Sie wollen ihrem Traum vom Fliegen näher kommen – auf ihrer Reise treffen die beiden auf fantastische Welten Änlich wie in einem PopUp-Buch werden sich diese farbenfrohen Welten vor ihren Augen entfalten.

In einer Woche startet die Monti-Tournee. Ein besonderer Leckerbissen im diesjährigen Programm ist das Trio Anneaux, das eine Nummer mit Chinesischen Ringen zeigt. Das Künstlertrio ist am Festival Mondial du Cirque de Demain mit der Goldmedaille als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden. «Der Publikumspreis ist der ehrlichste Preis», sagte Muntwyler. «Es freut uns, dass diese Nummer bei den Besucherinnen und Besuchern so gut angekommen ist.» Am Programm sind 14 Artistinnen und Artisten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Kanada, Norwegen, Spanien, den USA und der Schweiz beteiligt. 44 Gastspielorte, weitgehend auf der traditionellen Monti-Route, stehen auf dem Programm. Besonders freut sich Muntwyler, dass es seit Jahren wieder einmal eine Vorführung in Widen geben wird. «Seit dem ersten Jahr waren wir in Widen, wegen des Baus der Burkertsmatt war das in den letzten Jahren nicht möglich.»

Neun Wochen lang bereiten sich die Artistinnen und Artisten zusammen auf die Premiere vor – diese ist am nächsten Freitag in Wohlen.

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