Zum 24. Mal bringt der traditionelle Christchindli-Märt seit heute Nachmittag Weihnachten ins Reussstädtchen. Die Lichterketten tauchen die Gassen in heimeliges Licht, es steigt der Duft von Glühwein, Magenbrot und Raclette in die Nase und aus Lautsprechern ertönt Weihnachtsmusik. Bis zum Sonntag 9. Dezember bieten über 300 Marktfahrende ihre Waren an, auch dieses Jahr werden über 100 000 Besucher erwartet, die durch die Stadt schlendern und sich am Markt vergnügen.


Wie jedes Jahr wurde der Markt heute Nachmittag auf dem Obertorplatz offiziell eröffnet. Bevor aber das rote Band durchgeschnitten wurde, spielte die Alphorngruppe Reussblick in ihren traditionellen Trachten und roten Samichlaus-Mützen ihre Lieder für die ersten Marktbesucher. Die Trychler unterstützten sie mit den tiefen Klängen ihrer grossen Glocken. Ein Fahnenschwinger zeigte sein Können und wirbelte eine Schweizerfahne durch die Luft. Mit dabei waren auch zwei Samichläuse, einer im roten und einer im goldigen Gewand, begleitet von vier Schmutzli.


Der schönste Märt der Halbkugel


«Ich glaube natürlich, unser Christchindli-Märt hebt sich von allen anderen ab», sagte Ursula Lightowler, Präsidentin des Vereins Christchindli-Märt, in ihrer Eröffnungsrede. Sie sei dieser Überzeugung, auch wenn es mittlerweile in jeder Stadt, jedem Städtli oder Dorf einen Weihnachtsmarkt gibt. Dieser Meinung war auch Stadtammann Raymond Tellenbach und ging sogar soweit, den Bremgarter Markt als den «schönsten Christchindli-Märt der nördlichen Halbkugel» zu bezeichnen.


Lightowler erzählte, wie sie schon als Kind mir ihrem Grosi den Weihnachtsmarkt besuchte und in seinen Bann gezogen wurde. «Ich liebe diese Atmosphäre», schwärmt sie heute noch von den Weihnachtsmärkten, die sie nun mit ihren eigenen Groskindern besucht. Ein Markt gefällt ihr aber besser als alle anderen: «Sie dürfen raten, welcher», lachte die Präsidenten und die Anwesenden stimmten lachend ein.