Neben dem traditionellen Auftritt im Alterswohnheim St. Martin in Muri spielen die 38 Musiker und Musikerinnen wieder im Rosengarten Huber in Dottikon, unter der Leitung ihres Dirigenten Gunhard Mattes.

Die Sommerbrise wird mit Intermezzi des OVD Bläserquintetts und des OVD Salonorchesters angereichert. Letztere Formation – früher bekannt als das Ensemble «Belle Epoque» – spielte anlässlich der Festivitäten «850 Jahre Hermetschwil-Staffeln» im August 2011 zum ersten Mal mit dem Orchesterverein Dottikon.

Gleichzeitig wurde das Ensemble mit diesem Auftritt aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Denn um die Jahrtausendwende hatte sich das Orchester «Belle Epoque» aufgelöst.

«Für lange Zeit hatten wir mit denselben Musikerinnen und Musikern zusammen gespielt und wurden für viele Privat- und Geschäftsanlässe gebucht. Nach einem Wechsel der Besetzung war die Harmonie in der Formation nicht mehr dieselbe», erklärt die Sopranistin und Mitgründerin Margot Senn die damaligen Umstände.

Zwar hatte die Formation dann und wann ein Engagement; der Neustart erfolgte aber mit dem Namenswechsel und der Neuformation. Derzeit besteht das Salonorchester, mit Ausnahme des Pianisten, aus Mitgliedern des Orchestervereins Dottikon.

Schwerpunkt Operetten

Die Idee, die Musikergruppe «Belle Epoque» ins Leben zu rufen, rührte aus der Zeit, als Margot Senn an der Operette Möriken und Bremgarten als Sopranistin mitwirkte. Die Nachfrage nach einem Orchester dieses Genres war gross. Folglich gründete ihr Ehemann Peter Senn, selbst passionierter Geiger, in den 80er Jahren das Orchester.

Musizieren mit der ganzen Familie

Mit Violine, Cello, Bass, Klarinette, Flöte und Klavier spielten sie Werke aus Operetten wie etwa «Die Fledermaus», «Der Bettelstudent», «Der Zigeunerbaron» und bekannten Musicals.

«Aus allen Ecken erhielten wir für unsere Formation passende Notenblätter. Bald bot unser Repertoire alles, was auch die Musikwelt zu bieten hatte», schwelgt Margot Senn in Erinnerungen.

Dass das Orchester «Belle Epoque» für Margot und Peter Senn einen hohen Stellenwert hatte, zeigte, dass ihre beiden Kinder, Sabine Gysi-Senn und Dominik Senn, bereits als Jugendliche in der Formation mitspielten.

Dominik am Cello und Sabine spielte die zweite Geige. «Wir hatten den Plausch, dass die ganze Familie zusammen musizierte.» Bis vor kurzem spielte ihr Sohn im heutigen Salonorchester mit; ihre Tochter zählt nach wie vor zum Team. Auch Margot Senn steht mit dem Orchester als Sopranistin immer noch auf der Bühne.

Die Sommerserenade des Orchestervereins Dottikon findet am 6. Juni um 19 Uhr im Alterswohnheim St Martin in Muri und am 8. Juni um 17 Uhr Rosen Huber Dottikon statt.