Fasnacht

Dem närrischen Treiben steht trotz Ferienzeit nichts im Weg

Ruedi Burkhard

Auch wenn dieses Jahr in Wohlen kein Kinderumzug stattfindet – verköstigt werden die Kinder trotzdem.

Ruedi Burkhard

Viele Kinderanlässe fallen in die Sportferien – die Daheimgebliebenen kommen trotzdem nicht zu kurz. In Muri, Wohlen und Bremgarten fliegen ab dem Schmutzigen Donnerstag wieder Konfetti und Zältli durch die Luft.

Die eigentliche Fasnachtszeit beginnt mit dem Schmutzigen Donnerstag. Umzüge, Bälle und Partys richten sich nach dem Schmutzigen Donnerstag aus. Dieses Jahr fällt er auf den 4. Februar, in die Sporferienzeit im Kanton Aargau. Besonders bei den Anlässen für die Kinder rechnen die Organisatoren deshalb mit weniger Besuchern. In Wohlen fällt der Kinderumzug ganz weg.

Trotzdem kommen diejenigen, die als Cowboy oder Prinzessin durch die Strassen ziehen möchten, nicht zu kurz: Die Kammergesellschaft offeriert den Fasnächtlern wie jedes Jahr Wienerli, Brot und Tee. «In einem Umzugsjahr benötigen wir etwa 1500 Paar Wienerli.

Dieses Jahr werden wir knapp 1000 Wienerli verteilen. Das sind Erfahrungswerte, die wir über die Jahre gesammelt haben», sagt Peter Michel, Präsident der Kammergesellschaft Wohlen. «Wenn wir mal zu wenig haben, dann gibts halt keine mehr. Wenn wir zu viel haben, kann es gut sein, dass wir zum Beispiel kurzerhand nach Waltenschwil in eine Schule fahren und auch dort Wienerli verteilen.»

Beim Fasnachtsumzug Wohlen, der am 7. Februar stattfindet, spürt man einen Teilnehmerrückgang. Wie Organisator Martin Laubacher sagt, hatte man im letzten Jahr 1600 Teilnehmer, in diesem Jahr knapp 1400, weil man weniger Kinder erwartet.

Heego, Naro, Wyss und rot – Pio

Auch der Elternkreis Bremgarten rechnet mit «minim weniger Besuchern», wie die Verantwortliche Nina Wertli sagt. «Allerdings richtet sich der ‹Chinderball im Casino› hauptsächlich an Kinder im Kindergartenalter und jüngere. Für die Primar- und die Oberstufe gibt es ja separate Bälle.» Trotzdem stand der Anlass kurzzeitig auf der Kippe.

«Es fehlen gleich mehrere der bisherigen Organisatoren, aber es konnten zum Glück andere in die Bresche springen», sagt Wertli. Somit dürfen sich die Kinder auch in diesem Jahr auf Würstli, selbst gebackene Kuchen und Guggenmusiken freuen.

Einer der wichtigsten Anlässe, zumindest für die Kinder in Bremgarten, ist das «Usrüere». Nach einem, zwei, oder drei lauten «Heego, Naro, Wyss ond rot – Pio» kommen dann feine Sachen geflogen. Wegen der Sportferien wurde etwas weniger eingekauft, wie Marcel Buchmann, Stubenmeister der Schpitelturm-Clique, sagt.

Wie viele Orangen, Schokoladen und Zältli genau von den Wagen fliegen, möchten die Organisatoren nicht sagen. «Es geht ja um den Brauch und nicht darum, dass die Kinder sackweise Süssigkeiten nach Hause tragen können.»

Im Bezirk Muri haben die Kinder mehr Glück, hier dauern die Sportferien nur bis zum 7. Februar. Der Umzug und die Kinderparty der Kinderfasnacht in Sins findet am Montag, 8. Februar, statt und wird so zum fasnächtlichen Schulbeginn. «Wir erwarten deshalb ähnlich viele Teilnehmer wie in den Vorjahren. Es ist ja auch ein gemischter Umzug, an den viele Erwachsene kommen», sagt Maria Vogel, verantwortlich für Umzug und Kinderball.

In den vergangenen Jahren hatten jeweils rund 800 Personen gefeiert. Die Kinderparty findet zum ersten Mal auf dem Schulhausplatz Ammansmatt statt. «Die Musik spielt immer noch in der Halle, aber wir machen unser Programm draussen», sagt Vogel.

Grosses Nachwuchs-Programm

In Muri wird am Schmutzigen Donnerstag mit den Kindern am «Little Monster» gefeiert. Mit einer Bühne, auf der die Kinder eine kleine Darbietung geben können, einer Festwirtschaft mit Grillwürsten und selbst gebackenem Kuchen.

Nach den Ferien, nämlich am 8. Februar, bekommt der Nachwuchs an der Kinder-Réunion eine Plattform. Ob Masken oder flotte Sprüche – alle Teilnehmer werden prämiert und erhalten einen Preis. Die strengen Juroren sind in den Restaurants St. Martin, Adler, Stern und Benedikt zu finden.

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