BBZ by Bike

Davide und Enrique haben auf der bbz-Biketour ein Heimspiel

Freiämter Berufsschülerinnen und -schüler fahren per Velo nach Venedig – heute erreichen sie nach 742 Kilometern das Meer.

«He, chasch bitte mol froge, öbs do au Pizza Prosciutto gid? Ond mehr chasch bitte no es Fanta bschtelle.»

Davide und Enrique sind auf der bbz by bike-Tour gefragte Leute, seit die 21 jungen Männer und Frauen Italien erreicht haben. Die KV-Absolventen haben beide italienische Wurzeln und deshalb diese Woche ein Heimspiel.

Sie geniessen es, erstmals mit dem Velo in das Land zu fahren, das sie von den regelmässigen Besuchen bei ihren Grosseltern und anderen Verwandten her bestens kennen.

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«Das Südtirol ist nicht mein Italien, das ist Österreich»

Für Enrique war die erste Etappe in seinem Heimatland zwar eine Enttäuschung: «Das Südtirol ist gar nicht das Italien, das ich kenne und liebe. Dort ist es, vor allem auch vom Essen her, mehr wie in Österreich.»

Doch je mehr Schlaglöcher es auf den Strassen hat, umso wohler fühlt er sich jetzt: «Schlaglöcher, das gehört für mich zu Italien», lacht er und Davide lacht mit: «Du solltest mal mit deiner Vespa nach Sizilien fahren. Dort hat es nur Schlaglöcher.»

Die bisherige Tour loben die beiden Fussballer und grossen Fans der italienischen Nationalmannschaft als cool: «Es macht Spass, obwohl die Fahrt jetzt etwas eintönig geworden ist. Über die Pässe hat es mir besser gefallen, obwohl es schon anstrengender war», sagt Enrique.

Für sie sei diese Tour eine Erfahrung, die sie noch nie gemacht hätten: «Du lernst, wie du reagierst, wenn du körperlich und mental am Anschlag bist, und du lernst damit umzugehen, wenn dasselbe deinen Kollegen passiert und sie sich plötzlich von einer Seite zeigen, die du von ihnen bisher noch nicht gekannt hast.»

Heute folgt die sechste und letzte Etappe. Das Teilstück von Padua nach Sottomarina die Chioggia misst noch 56 Kilometer. Dann knallen die Korken.

Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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