Die berühmten Sommernachtsfeste sind an Aargauer Kantonsschulen weit verbreitet. Als lockeres Gegenstück zum Kantiball steht dabei vor allem eine entspannte Atmosphäre und die Kombination vom gemütlichen Zusammensein und von unterhaltsamen Konzerten im Vordergrund. Nach fünf Jahren Pause wurde am vergangenen Mittwoch unter dem Titel «La Boum» auch an der Kantonsschule Wohlen wieder ein Sommernachtsfest durchgeführt.

«Wir fanden es sehr schade, dass es für lange Zeit keinen solchen Event an unserer Kanti gab. Mit ‹La Boum› sollte ein Fest von Schülern für Schüler entstehen», sagt Organisatorin Lisa Kleiner.

Planung fast im Alleingang

Die Idee eines Sommernachtsfests an der Kantonsschule Wohlen entstand vor rund einem Jahr. Das Fest wurde anlässlich einer Maturaarbeit durchgeführt und stellt so sogar ein notenrelevantes Schulprojekt dar. Organisiert haben die Schülerinnen alles selbst – vom Security-Team über die Konzerttechnik bis zum gesamten Barbetrieb. Unterstützung erhielten sie dabei von diversen Schulklassen, welche an Essensständen für die kulinarische Verpflegung sorgten.

«La Boum» setzt aber nicht nur auf eine gemütliche Atmosphäre, sondern auch auf professionelle Konzerte: «Mich persönlich freut es wirklich sehr, dass wir so hochkarätige Musiker verpflichten konnten», sagt Organisatorin Larissa Mäder. Mit der Wohler Rockband «Melopea», der Hip-Hop-Crew «Borda to Borda» und der aufstrebenden Badener Band «Al Pride» entschied man sich für Acts, die musikalisch sehr vielfältig sind. Auch beim Publikum kamen die sympathischen Musiker sehr gut an.

Fest soll Tradition werden

Über ein Jahr haben die Vorbereitungen für «La Boum» gedauert. Belohnt wurden die Organisatorinnen mit einer einzigartigen Atmosphäre und vielen positiven Rückmeldungen der Schüler-, aber auch der Lehrerschaft. Selbst der kurzzeitige Platzregen konnte die Feierlaune der Kantonsschüler nicht trüben. Markus Häni ist bei der Maturaarbeit als Hauptbetreuer tätig und zeigt sich beeindruckt von dem, was die Kantonsschülerinnen auf die Beine gestellt haben: «Sie haben weitgehend in Eigenregie gearbeitet und dabei viel organisatorisches Talent bewiesen. Das Gesamtkonzept ist originell und sehr gut durchdacht und wie man sieht, hat es sich auch in der Praxis bewährt.»

Nach den positiven Erfahrungen am vergangenen Mittwoch soll das Sommernachtsfest an der Kantonsschule Wohlen zur Tradition werden. «Wir haben schon einige Leute, die die Veranstaltung gerne weiterführen würden – allerdings in einer anderen Form», sagt Kleiner. Mit dem Fest selbst ist die Kantonsschülerin sehr zufrieden: «Wir haben wirklich enormen Aufwand betrieben und sehr viel Zeit investiert, um unseren Kollegen einen unterhaltsamen Abend zu bieten. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall.» Sie lässt ihren Blick über das Schulgelände schweifen, wo bereits die Aufräumarbeiten beginnen. «Ja, gelohnt hat es sich auf jeden Fall.»