Wohlen
Das Wohler Budget 2016: Es wird gespart, aber nur ein bisschen

Nach der Rückweisung des Budgets im Einwohnerrat wurde es nun leicht korrigiert. Eine Arbeitsgruppe soll in Zukunft noch mehr Sparpotenzial finden.

Dominic Kobelt
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In Wohlen wird gespart: Unter anderem gibt es keine Lohnanpassungen auf das neue Jahr - mit einer Ersparnis von knapp 105 000 Franken. (Symbolbild)

In Wohlen wird gespart: Unter anderem gibt es keine Lohnanpassungen auf das neue Jahr - mit einer Ersparnis von knapp 105 000 Franken. (Symbolbild)

Keystone

Die Finanzkommission (Fiko) forderte dieses Jahr nicht nur die Rückweisung des Wohler Budgets, sie reichte zusätzlich eine Motion ein, die verlangte, den betrieblichen Aufwand um mindestens 2% oder 1,2 Mio. Franken zu senken. An der Sitzung vom 12. Oktober stimmte der Einwohnerrat dem Begehren mit 23 zu 16 Stimmen zu. Nun liegt die zweite Vorlage des Budgets auf, allerdings nicht mit den Einsparungen in geforderter Höhe.

Arbeitsgruppe für nächstes Jahr

Der Gemeinderat und die Fiko hätten die Ausgangslage umfassend diskutiert, heisst es im Bericht und Antrag. «Auch die Finanzkommission zieht eine vertiefte und partizipative Prüfung aller Aufgaben der Gemeinde Wohlen kurzfristigen und unreflektierten Sparbemühungen grundsätzlich vor. Sie wünschte dennoch eine Teilüberarbeitung des Budgets 2016.» Weitergehende Korrekturen soll eine Arbeitsgruppe vorschlagen, die ihre Arbeit im Laufe des Jahres 2016 aufnehmen soll. «Die Ergebnisse werden sich somit frühestens ab 2017 und in den Folgejahren auswirken.»

Bei der partiellen Überarbeitung des Budgets wurde der Fokus auf «nicht strategisch relevante Positionen» gelegt. Noch wurde kein Leistungsabbau betrieben, die Infrastruktur soll zeitgemäss unterhalten werden, schreibt der Gemeinderat. Der Minderaufwand in der überarbeiteten Erfolgsrechnung beträgt 209 700 Franken.

Unter anderem gibt es keine Lohnanpassungen auf das neue Jahr (Ersparnis: knapp 105 000 Franken), man verzichtet auf die Einführung der Software ExtraNet (25 000 Franken), auf die Neuregelung von Reklame/Plakatierung (25 000 Franken) und die Anschaffung eines Grosslüfters wurde auf 2017 verschoben (20 000 Franken).

In manchen Positionen musste der Aufwand auch nach oben angepasst werden, so 72 000 Franken für einen Informatikfachmann, der die Anlage in der Schule betreut und 80 000 Franken für Telefon-, und Kommunikationsgebühren. Dieser Mehraufwand kam aufgrund der Erneuerung der Informatikinfrastruktur der Gemeindeverwaltung und Schule zustande, die der Einwohnerrat an der letzten Sitzung angenommen hat.

Auch bei den Erträgen wurden im überarbeiteten Budget die Beiträge angepasst. Für Bussen, Parkplatzgebühren, Einkommenssteuer von natürlichen Personen, Vermögenssteuer von natürlichen Personen und die Erträge au der Beteiligungen an der IB Wohlen AG wurden je 100 000 Franken höher veranschlagt. Der Sonderbeitrag aus dem Finanzausgleich musste dagegen um 60 000 Franken nach unten korrigiert werden, gibt unter dem Strich einen Mehrertrag von 440 000 Franken.

Das Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit liegt im überarbeiteten Budget bei Minus 2,88 Mio. Franken. Das operative Ergebnis schliesst mit einem Minus von 383 000 Franken, als Gesamtergebnis resultiert ein Ertragsüberschuss von 1,5 Mio. Franken. Das ist gegenüber dem letzjährigen Budget eine Verbesserung von gut 840 000 Franken, aber gegenüber der Rechnung 2014 eine Verschlechterung von einer halben Million.

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