Beinwil Freiamt
«Das Wesen unseres Glaubens ist die Wandlung»

Die Kirche darf nicht stehen bleiben, sondern muss sich wandeln. Das sagte der Murianer Pfarrer Georges Schwickerath in seiner Predigt am Festgottesdienst zum Patrozinium des heiligen Burkard in Beinwil.

Eddy Schambron
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Am Patrozinium des heiligen Burkard ist die Beinwiler Pfarrkirche jeweils bis auf den letzten Platz gefüllt. ES

Am Patrozinium des heiligen Burkard ist die Beinwiler Pfarrkirche jeweils bis auf den letzten Platz gefüllt. ES

Eddy Schambron

Ist es notwendig, dass das Bistum Basel jetzt Pastoralräume errichtet? Warum kann nicht alles bleiben, wie es ist? Weshalb ist es nicht mehr so, wie es früher einmal war, mit vollen Kirchen und einem Glauben, der eine zentrale Rolle spielt?

«Die Menschen scheinen verunsichert zu sein, wenn es um die Zukunft unserer Pfarrei geht», stellte Schwickerath fest. Wenn man 100 Katholiken frage, was das Wichtigste ihres Glauben sei, würden wohl alle sagen: die Messe. Frage man, was in der Messe das Wichtigste sei, würden sie antworten: die Wandlung. Aber wenn es um Veränderung gehe, würden viele aufschreien, es solle alles beim Alten bleiben. «Dabei ist das Wesen unseres Glaubens die Wandlung», betonte der Pfarrer. Wandel, das sei Aufbruch, Auszug.

Schon die ganze Geschichte des Volkes Israel sei geprägt vom Wandel, von vielen Neuanfängen. Auch der Beinwiler Dorfheilige habe sich zu seiner Zeit den Herausforderungen stellen müssen. Fest verankert in seiner Liebe zu Gott, habe er zukunftsweisend wirken können und tue dies bis in die heutige Zeit. Für viele sei er ein Fels in der Brandung geblieben. «Burkard aber wäre heute der Erste, der den Aufbruch wagen würde.» Man dürfe nicht der Vergangenheit nachtrauern, man müsse Kirche sein im Hier und Jetzt. «Die gute, alte Zeit ist nichts anderes als die Sorgen und Nöte von gestern.» Deshalb gelte es, anzupacken, die Kirche und die Pfarrei in eine gute Zukunft zu führen.

Der Festgottesdienst in der voll besetzten Kirche wurde musikalisch mitgestaltet vom Chor «Chordae Vocales» mit der Burkards-Messe Opus 98 von Johannes Baptist Georg Meuerer unter der Leitung von Theres Meienberg. Schon am Samstag läuteten die Kirchenglocken zur Prozession auf den St.-Burkards-Weg, welche von Vikar Richard Strassmann und einer Gruppe Ministranten gestaltet war. Am Sonntag schliesslich trafen sich die Musikfreunde in der Pfarrkirche zum feierlichen St.-Burkards-Konzert.

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