Jonen

Das Volg-Neubauprojekt in Jonen: Drei Häuser mit Dorfcharakter

So sollen die Neubauten einst aussehen – das dritte Haus befindet sich dahinter.

So sollen die Neubauten einst aussehen – das dritte Haus befindet sich dahinter.

Für rund 10 Millionen wird der Volg neu gebaut – das Siegerprojekt wurde am Mittwoch vorgestellt. «Uns war wichtig, dass sich die Gebäude gut ins Dorfbild integrieren», sagte Patrick Seiler von Seiler/Linhart Architekten.

Zwölf Mietwohnungen soll es geben, 170 m2 Gewerberaum, einen neuen Volg-Laden sowie Lager- und Personalräumlichkeiten. Das alles verteilt auf drei neue Häuser, die den Dorfkern von Jonen prägen werden. «Uns war wichtig, dass sich die Gebäude gut ins Dorfbild integrieren, wir haben eine Mischung aus modern und dörflich angestrebt», erläuterte Patrick Seiler von Seiler/Linhart Architekten am Mittwoch. Zahlreiche interessierte Jonerinnen und Joner hatten den Weg ins Volg-Lagerhaus gefunden, wo das Neubauprojekt des Ladens inklusive Wohnungen öffentlich vorgestellt wurde.

Drei Gebäude à vier Wohnungen

Der Ideenwettbewerb startete im Juli 2013. Danach hatte eine Jury, bestehend aus Personen der Landi Freiamt, der Gemeinde Jonen, dem Ortsbildschutz Kanton Aargau und der Denkmalpflege Kanton Aargau, das Architekturbüro Seiler/Linhart für die Realisierung des Projekts ausgewählt. «Nun sind wir so weit, dass wir die ersten Ergebnisse präsentieren können», so Seiler.

Die Visualisierungen zeigen drei dreistöckige Gebäude mit hohen Fenstern und weissen Fassaden. Sie stehen versetzt zueinander, «um den dörflichen Charakter nochmals zu verdeutlichen.» In der Mitte liegt ein Hof. Zwischen zweien der drei Gebäude wird es einen einstöckigen Verbindungstrakt geben. Durch diesen gelangen die Kunden später in den Laden. «Der Eingang ist fast genau an der gleichen Stelle wie heute», erklärt Seiler. In den oberen beiden Stöcken liegen pro Haus vier Mietwohnungen. Unterirdisch wird eine Tiefgarage mit 28 Parkplätzen errichtet, vor dem Volg entstehen 18 Aussenparkplätze für Kunden und Besucher.

Komplizierte Ausgangslage

Wie schwer es war, beim Neubauprojekt allen Wünschen gerecht zu werden, verdeutlichte Daniel Strebel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Freiamt: «Die Ausgangslage war folgende: Wir haben ein Grundstück an bester Lage im Dorfzentrum, das einen hohen Sanierungsbedarf aufweist.» So entschied man sich für eine wirtschaftlich nachhaltige Lösung, die den Komplett-Abriss bedeutete. Da das Dorfbild von Jonen eidgenössisch geschützt ist, musste man bei der Entwicklung des Projekts viele Regeln einhalten. «Ein gutes Beispiel dafür sind Parkplätze: Jeder braucht sie, aber keiner will sie sehen», so Strebel. Den Architekten ist es seiner Meinung nach gelungen, eine Lösung zu finden, die allen Ansprüchen gerecht wird – vor allem jenen der Bürger von Jonen.

Wo der provisorische Volg (siehe Box) eingerichtet wird, ist noch nicht klar. «Wer eine leere Räumlichkeit hat, die geeignet ist, soll sich melden», sagte Strebel schmunzelnd.

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