Es war keine leichte Entscheidung, trotzdem beschlossen die Organisatoren des Chilefäschts an ihrer GV am Donnerstag nach gut einstündiger Diskussion: Es wird 2013 kein Chilefäscht in Wohlen geben. Vereinspräsident Paul Huwiler war es gelungen, 15 Personen um sich zu versammeln, die sich gerne für das Fest engagiert hätten. Doch am Ende ging es nur um einen unbesetzten Posten: Weil sich niemand um die Sponsorensuche kümmern wollte, wird das Fest nun auf das Jahr 2016 verschoben.

Fest klappt nur mit Sponsoren

«Das Chilefäscht generiert einen Aufwand von rund 120'000 Franken», schreibt der Trägerverein in einer Mitteilung. «Ein Fest dieser Grössenordnung kann ohne Sponsorengelder oder andere Beiträge unmöglich durchgeführt werden. Es wäre deshalb wichtig, dass das Ressort Sponsoring wieder besetzt werden könnte.» Die wichtigsten Einzelposten sind die Infrastruktur (50'000 Franken) sowie die Unterhaltung (45'000 Franken), heisst es in der Mitteilung weiter. Daneben fallen Kosten für Werbung, Sicherheit und Diverses an.

«Der Ertrag aus dem Festbetrieb beläuft sich auf etwa 70'000 Franken und deckt somit den Aufwand für die Infrastruktur und die Werbung. Deshalb müssen die Aufwände für die Unterhaltung mittels Sponsoren gedeckt werden.»

Mehrere Szenarien diskutiert

Der Trägerverein habe an seiner Versammlung mehrere Szenarien diskutiert: Die Variante «Chilefäscht light» sei schnell verworfen worden, also kam man überein, das Fest zu verschieben. Im Sommer 2014 wird Wohlen allerdings schon ein Jugendfest feiern und 2015 folgt die Gewerbeausstellung Hagewo. Ein zweites grosses Fest im Dorf
wäre in beiden Jahren zu viel, finden die Organisatoren. Deshalb wurde das Chilefäscht nun definitiv auf das Jahr 2016 verschoben.

«Der Verein Chilefäscht bedauert diese Wendung ausserordentlich», heisst es in der Mitteilung. «Die 16 Personen, die sich für ein Chilefäscht 2013 engagieren wollten, mussten aber letztlich einsehen, dass die Voraussetzungen dieses Jahr nicht gegeben sind. Die Marke Chilefäscht steht für Qualität und legendäre Festfreuden. Diesen guten Ruf wollen wir nicht aufs Spiel setzen.»