Wohlen

Das Strohmuseum wird kleiner als bisher, aber umso attraktiver

Museumsgestalter Fabian Furter zeigt im Dachgeschoss der Villa Isler, wie der grösste Ausstellungsraum künftig aussehen wird.

Museumsgestalter Fabian Furter zeigt im Dachgeschoss der Villa Isler, wie der grösste Ausstellungsraum künftig aussehen wird.

Der Umbau und die Sanierung der Villa Isler kosten rund 4,5 Millionen Franken. Es können zwar weniger Exponate gezeigt werden, am neuen Standort soll jedoch die Thematik der Ausstellung verbreitert werden.

«Hier in der Villa Isler werden wir für die Ausstellung weniger Platz zur Verfügung haben als am Bankweg, wo das Strohmuseum jetzt noch ist», sagte Museumsgestalter Fabian Furter bei einer Baustellenbesichtigung für Mitglieder des Vereins Freunde Strohmuseum. Manche der rund 160 Teilnehmer reagierten überrascht auf diese Aussage. «Das höre ich jetzt zum ersten Mal, und es gibt mir ein bisschen zu denken», sagte Einwohnerratspräsidentin Marlis Spörri.

Angesichts der grossen Investitionen - der Umbau und die Sanierung der Villa Isler kosten rund 4,5 Millionen Franken - irritierte Furters Information auch andere Vereinsmitglieder. Doch der Museumsgestalter relativierte: «Wir werden weniger einzelne Exponate zeigen können als am bisherigen Standort, thematisch wird die Ausstellung aber viel breiter.»

Niedergang wird thematisiert

So werden unter anderem die Arbeitsbedingungen in den Strohhut-Fabriken oder der Niedergang der Industrie beleuchtet. Ausserdem soll die Strohzeit im neuen Museum in der Villa Isler im wahrsten Sinn des Wortes greifbar werden. «Es wird einige Ausstellungsstücke geben, die man in die Hand nehmen kann, das ist bisher nicht der Fall», sagte Furter. Mit multimedialen Mitteln soll den Besuchern die Geschichte näher gebracht werden. «Menschen, die selber das Ende der Strohindustrie miterlebt haben, werden aus dieser Zeit erzählen», blickte Furter voraus.

Museum schliesst Mitte November

Auf dem Rundgang durch die Villa Isler zeigte sich, dass die Arbeiten im Terminplan sind, aber noch viel zu tun bleibt. «Es ist eine grosse Herausforderung, in einem Haus zu bauen, das unter Denkmalschutz steht», sagte Christiane Löffler vom Architektur- und Gestaltungsteam.

Peter Wertli, Präsident des Vereins Freunde Strohmuseum, teilte mit, das Museum am bisherigen Standort am Bankweg werde ungefähr Mitte November geschlossen. «Das neue Strohmuseum hier in der Villa Isler wird dann Anfang Mai eröffnet, ich freue mich jetzt schon darauf», sagte Wertli. Nach der Baustellenbesichtigung genossen die Vereinsmitglieder im Park - passend zum italienischen Stil der Villa - eine Minestrone.

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