Berikon

Das Strassenfest lässt alle Schwierigkeiten vergessen

Geschlagene drei Jahre mussten die Beriker stockenden Verkehr und einen Dschungel aus Verkehrsampeln und Umleitungen ertragen. Seit diesem Wochenende ist Schluss damit. Tausende von Besucherinnen und Besuchern feierten dies drei Tage lang.

Die Kantonsstrasse 411 ist fertig saniert, und dass will gefeiert sein. Während dem dreitägigen «Strassefäscht» herrschte auf dem Mutschellen Ausnahmezustand.

Das Organisations-Komitee rund um Präsident Michael Scheidegger zeigte sich vor dem Anlass optimistisch und rechnete mit 10000 Besuchern. «Dank dem grossartigen Wetter können wir diese zuversichtliche Prognose wohl sogar übertreffen», freute sich OK-Mitglied und Gemeinderat Otto Eggimann am Samstag.

Dabei sah während der anderthalb Jahre dauernden Vorbereitung nicht alles so rosig aus. «Es war schwierig, ein Datum festzulegen, da wir nicht wussten, wie die Arbeiten vorankommen würden», erklärte Gemeinde-ammann Stefan Bossard. «Doch das Wetterglück war stets auf unserer Seite. Durch den milden Winter gab es kaum Arbeitsunterbrüche.» Exakt vor einer Woche konnte schliesslich das letzte Lichtsignal entfernt werden – ein perfektes Timing also.

Eine simple Erfolgsformel

Das Geheimrezept für den Erfolg des Beriker Strassenfestes ist ebenso banal wie wirkungsvoll. «Es muss einfach für alle etwas haben», sagt Eggimann. Tatsächlich, am Nachmittag sind die Strassen gefüllt mit Kinderwagen stossenden Eltern. Das Angebot für ihre Sprösslinge ist riesig: Von Dromedar reiten bis Büchsenschiessen ist alles vorhanden. Sogar eine gigantische Hüpfburg wurde aufgestellt und zieht die Kinder an. Daneben stehen die Eltern und können ihre kindliche Lust, ebenfalls auf der Burg herumzutollen, nur schlecht verstecken.

Doch auch für die Jugendlichen ist am Strassefäscht gesorgt: Als die Sonne langsam unter den Horizont sinkt, tauchen immer mehr junge Erwachsene auf bei der Kreisschule auf. Ihr Magnet: Open-Air-Konzerte, deren Stilrichtungen von Hip Hop bis Rock variieren. Damit spricht das Strassenfestes alle Altersklassen an.

Fast wie in Zürich

Den grossen Höhepunkt am Samstag bildete die Streetparade der Kreisschule Mutschellen. Rund 600 Schüler bastelten Schilder, motzten Autos zu Partymobilen auf und schneiderten Kostüme, mit denen sie über die frisch asphaltierte Strasse zogen. Aus den Boxen dröhnte laute Musik, und man fühlte sich stark an die Zürcher Streetparade erinnert.

OK-Mitglied Eggimann zog eine erste Bilanz: «Wir hatten keinen Zwischenfall, die Beizen wurden richtig überrannt, das Wetter könnte nicht besser sein.». Auch Beriker, die sich in der Bauzeit geärgert hätten, seien nun dabei, sagte Gemeindeammann Bossard. «Mit dem Fest sind alle
Unstimmigkeiten wie weggefegt.»

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