Bremgarten

Das «Staubli»-Gelände wird umgestaltet – vieles kommt unter den Abbruchhammer

Gebäude zwischen der Zürcherstrasse und dem Risiweg sollen dem Abbruchhammer weichen. sl

Gebäude zwischen der Zürcherstrasse und dem Risiweg sollen dem Abbruchhammer weichen. sl

Bekommt Bremgarten bald das Gesicht einer Grossstadt? Mit dem «City-Center» entsteht unweit der Altstadt ein erster städtebaulicher Wurf. Nun soll auch auf der anderen Seite der Strasse auch gross gebaut werden.

Mit dem Bau des «City-Centers» entsteht an der Zürcherstrasse unweit der Altstadt ein erster städtebaulicher Wurf. Auf dem dortigen Areal beim Bahngeleise wird eine markante Überbauung mit Tiefgarage, Ladenlokalen, Büros, Bank-Räumlichkeiten und Wohnungen im Attikageschoss gebaut. Die Eröffnung des «City-Centers» ist im Sommer 2014 vorgesehen, in anderthalb Jahren also.

Auf der anderen Seite der Zürcherstrasse soll ebenfalls ein städtebaulicher Akzent gesetzt werden. Die Bauabsichten betreffen das «Staubli»-Gelände. Dazu liegt ein Gestaltungsplan vor. Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens kann man den entworfenen Plan bis 12. März bei der Bauverwaltung Bremgarten begutachten.

Knapp 3600 Quadratmeter

Der Perimeter des Gestaltungsplans umfasst das Gebiet von der Einmündung des Risiwegs in die Zürcherstrasse unweit des Bahnhofs bis und mit dem einstigen Gebäude «Krone» unweit der Post. 3576 Quadratmeter beträgt diese Fläche in der Bremgarter Kernzone. Klare Absichten für eine räumliche Neunutzung bestehen gemäss Plan allerdings nur für die Gebäude Zürcherstrasse 3 (Asia-Shop) und 5 sowie die rückwärtigen Nebenbauten am Risiweg. Keine Angaben macht das Planwerk zur Neunutzung des Hauses «Krone» samt Kantonalbank-Anbau; hier bestehen offenbar keine Bauabsichten.

25 Meter langer Neubau

Längs der Zürcherstrasse, genauer auf dem Gelände zwischen Zürcherstrasse 3/5 und Risiweg, soll ein 25 Meter langes und 12,5 Meter hohes Wohn- und Geschäftshaus samt Tiefgarage entstehen. Das Erdgeschoss und Teile des ersten Obergeschosses will man gewerblich nutzen, mit Läden sowie Büros und Räumlichkeiten für Dienstleistungen. Diese Gewerbenutzung umfasst voraussichtlich rund 750 Quadratmeter, während fürs Wohnen ungefähr 1500 Quadratmeter vorgesehen sind.

Langer Weg bis zur Baueingabe

Den Gestaltungsplan verfasste das Bremgarter Architekturbüro Ruch, das zugehörige Lärmschutzgutachten stammt vom Büro Kopitsis in Wohlen; das Gutachten kommt zum Schluss, dass der beabsichtigte Wohnungs- und Gewerbemix realisierbar ist. Der Weg zur Gestaltungsplan-Genehmigung ist lang, er umfasst mehrere Zwischenschritte. Voraussichtlich ein Jahr wird bis zur Gutheissung des Planwerks durch das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt verstreichen, sagen Fachleute. Demnach könnte das Baugesuch im Frühjahr 2014 eingereicht und die Bauerei frühestens Ende 2015/Anfang 2016 vollendet werden.

Teil des Planentwurfs ist die Verkehrserschliessung im Kontext mit der Neugestaltung der Zürcherstrasse samt Bushof. Das Verbindungssträsschen Zürcherstrasse/Altstadt soll verbreitert und künftig nicht nur als Zufahrt, sondern auch als Ausfahrt benutzt werden. Über den Weissenbachrain sollen keine Fahrzeuge mehr rollen, sodass man den Obertorplatz neu gestalten kann.

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