Die Realisierung des im Juni 2012 eröffneten Mutscheller Sport-, Begegnungs- und Freizeitzentrums Burkertsmatt in Widen hat 27,282 Millionen Franken gekostet. Abzüglich 4,04 Mio. Franken Kantonssubvention aus dem Swisslos-Sportfonds Aargau betragen die Nettokosten der drei Gemeinden Berikon, Widen und Rudolfstetten 23,24 Mio. Franken.

Happige Bauteuerung

Zünftig zu Buche schlägt die Teuerung. Vom April 1999 bis zum April 2012 stieg der Zürcher Baukostenindex von 165.9 Punkten auf 207.2 Punkte. Diese 41.3 Punkte Differenz bedeuten ein Plus von 24,89 %, was die Baukosten massiv erhöht hat. Unter dem Strich macht die Bauteuerung nicht weniger als 5,35 Mio. Franken der Gesamtanlagekosten von 27,3 Mio. Franken aus.

Die reinen Erstellungskosten der grosszügigen Sportanlage samt Dreifachhalle, Jugendräumen etc. betragen gemäss Schlussrechnung 21,83 Mio. Franken. In diesem Betrag sind einige Aufwertungen und Optimierungen enthalten, die ursprünglich nicht geplant waren, so vorab das Kunstrasenfeld für die Fussballspieler zu Kosten von 716 000 Franken und die automatische Bewässerung zu Kosten von 107 000 Franken.

Rechtskosten von 227 700 Franken

Einsprachen und Beschwerden einer kleinen Gruppe Anwohner in Widen verzögerten den Baubeginn und die Vollendung des Grossprojekts um mehrere Jahre. Die aufgelaufene happige Bauteuerung steht teils im Zusammenhang mit diesen langwierigen Rechtshändeln und juristischen Auseinandersetzungen vor dem kantonalen Verwaltungsgericht und dem Bundesgericht. Die Rechtskosten, darunter Anwalts-, Gerichts- und Mediationskosten, welche die drei Mutschellengemeinden bezahlen mussten, betrugen genau 227 679 Franken und 60 Rappen.

Berikon erhält 142 000 Franken

Selbstverständlich haben die drei Mutschellengemeinden Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen ihre Kreditanteile der Baukosten der Anlage längstens überwiesen. Der Kostenteiler fusste auf den Einwohnerzahlen der drei Gemeinden von Ende Juni 2012.

So zahlte Berikon, die grösste der drei Gemeinden mit damals 4542 Einwohnern, netto alles in allem 8,69 Mio. Franken. Rudolfstetten-Friedlisberg zahlte netto 7,99 Mio. Franken und Widen, die kleinste der drei Gemeinden mit damals 3502 Bewohnern, 6,55 Mio. Franken. Gemäss der jetzt vorliegenden Schluss- und Kreditabrechnung wird Berikon rund 142 500 Franken zurückerstattet. Rudolfstetten und Widen dagegen müssen ein wenig nachlegen. Rudolfstettens Nachzahlung beläuft sich auf 90 200 Franken, jene von Widen auf 44 200 Franken.

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