Solaranergie
Das Solarkraftwerk in Inwil ist auch eine Testanlage

Für 2200 Haushalte würde die Photovoltaikanlage der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) in Inwil, an der Grenze zu Dietwil, Strom liefern. Rund 25 Millionen Franken wird das Solarkraftwerk kosten.

Eddy Schambron
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Das Land, das in der Ebene für die Fotovoltaikanlage benötigt würde, wird heute landwirtschaftlich genutzt

Das Land, das in der Ebene für die Fotovoltaikanlage benötigt würde, wird heute landwirtschaftlich genutzt

AZ

Die CKW haben das Gesuch für die Vorprüfung trotz der von Regierungsrat Robert Küng und von Gemeindepräsident Josef Mattmann geäusserten Skepsis eingereicht. «Wir gehen diesen Weg, weil wir überzeugt sind, dass das Solarkraftwerk im öffentlichen Interesse liegt», sagt CKW-Sprecherin Dorothea Ditze. Die Kritik, wertvolles Kulturland gehe verloren, lässt sie nicht gelten: «Wir verbauen die Fruchtfolgefläche ja nicht, wie es beispielsweise ein Industriekomplex tut. Würde das Land im Notfall für die Schweizer Nahrungsversorgung benötigt, könnten wir die Photovoltaikanlage innerhalb eines Monats zurückbauen - ohne Schäden für die Natur.»

Es sei auch nicht so, dass die Freiflächenanlage in Inwil die Solarstromproduktion auf Dächern ersetze. Die Inwiler Anlage würde 40 Prozent der Solarstrommenge, die der Kanton Luzern in Ableitung von den Bundeszielen bis 2020 realisieren sollte, abdecken. «Die anderen 60 Prozent sind noch offen und kommen von den Dächern», betont Ditze. Die CKW wollen beides machen: Stromproduktion sowohl auf der Freifläche als auch auf Dächern.

Hinzu kommt, dass die Inwiler Anlage als Testanlage für die Netzstabilität dienen soll. «Mit der zunehmenden Einspeisung von privaten Solarstromanlagen ist die Forschung zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität ein besonders wichtiges Anliegen.»