Wohlen
Das Schweizerkreuz wird echter und kräftiger

Die Firma Alpenfahnen setzt voll auf Swissness und verändert mit einer neuen Anschaffung den weltweiten Markt. Eine weltweit rare Maschine für Fahnendruck soll zudem die Druckqualität der Produkte verbessern.

Lisa Stutz
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Samuel Keller (unten) und Entwickler der Maschine Peter Hollanders.lis

Samuel Keller (unten) und Entwickler der Maschine Peter Hollanders.lis

Lisa Stutz

Das Schweizerkreuz wird nicht nur echter, es wird auch kräftiger. Die Firma Crazyflag AG hat ihren englischen Namen zu Alpenfahnen AG geändert, und verbessert die Druckqualität ihrer Produkte mit einer neuen Maschine, die es sonst nur einmal auf der Welt gibt. Der Namenswechsel sei mit einem Wort zu erklären, wie der Geschäftsführer Samuel Keller sagt: Swissness. «Wir wollten mehr davon, da sie für hohe Qualität steht. Mit der neuen Maschine bieten wir sie.»

Wegen der Grösse der neuen Anschaffung musste die Firma umziehen: «Die Maschine hätte schlichtweg keinen Platz in unserem alten Firmengebäude gehabt», erklärt Keller. Mit dem ColorBooster DS, so heisst das Wunderwerk, wird er zum Pionier in Sachen Fahnendruck: «In Europa steht noch ein weiteres Modell. Weltweit sind wir die zweite Firma, welche diese Maschine betreibt».

Doch wo liegt nun der Unterschied zwischen der neuen und der alten Maschine? «Die alte Maschine bedruckte den Fahnensoff einseitig, die Farbe auf der anderen Seite war matter und von geringerer Intensität.»

Die neue Maschine, «für deren Preis man ein schickes Einfamilienhaus hätte kaufen können» (Keller), bedruckt den Fahnenstoff beidseitig. Mit dem entscheidenden Vorteil, dass man neu dickeren Fahnenstoff verwenden kann, der langlebiger und rissfester ist. «Ausserdem wirkt die Farbe auf beiden Seiten viel leuchtender», so der studierte Ingenieur.

Natürlich seien Fahnen mit der neuen Qualität teurer, jedoch nicht gravierend. «Man muss zwar mehr bezahlen, hat aber länger Freude an der Fahne», erklärt Keller einen der Vorteile.

Die neue Anschaffung seiner Firma sei von nationaler Wichtigkeit: «Dadurch wird sich der Fahnenmarkt auf der ganzen Welt verändern», ist er sich sicher. Bis anhin kamen die meisten Fahnen aus Nordeuropa, «nun hat sich in Mitteleuropa ein Gürtel aufgetan. Wahrscheinlich werden wir jetzt sogar Nordeuropa beliefern.» Als Keller vor 14 Jahren den digitalen Druck eingeführt hat, sei er belächelt worden. Nun kann er sagen: «Wer hat’s erfunden?»

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