Bremgarten

Das Reussstädtchen zeigt sich überaus fit

Lauf über holprige Pflastersteine.

Lauf über holprige Pflastersteine.

Am 30. Reusslauf ist mit knapp 3800 Sportlern ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt worden. Dabei herrschte trotz der schlechten Wetterlage eine überaus positive Stimmung.

Fast 3800 Läuferinnen und Läufer schnürten sich am Samstag ihre Turnschuhe, lutschten Traubenzucker und hüpften nervös vom einen Bein auf das andere, während sie ungeduldig auf den Startschuss warteten. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord. OK-Präsident Stefan Gut ist mehr als zufrieden. «All die glücklichen Läuferinnen und Läufer sind meine Motivation», sagte Gut, der bereits seit 24 Jahren im OK sitzt. «Es tut gut, sich vom Stress der Arbeitswelt loszureissen und sich mit Tausenden von Gleichgesinnten so richtig auszupowern.»

Stimmungshoch trotz Wettertief

Beide Strecken (11 und 6,5 Kilometer) wurden von den Sportler gelobt. Die Routen entlang der Reussschlaufen wurden als «malerisch», wegen des Nebels gar als «mystisch» beschrieben. Das mittelmässige Wetter tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es sei viel angenehmer, nicht an der prallen Sonne rennen zu müssen, meinte Gut.

Zudem konnte sich, wer wollte, vor Ort ausreichend mit warmer Sportbekleidung eindecken. Von dem knalligen Turnschuh und der Joggingsocke über die farblich abgestimmte Trinkflasche bis zum flauschigen Ohrenschutz – man fand alles, was das Läuferherz begehrt.

Zwei der 3800 Startenden wurden für ihr Durchhaltevermögen speziell geehrt. Der Zufiker Philippe Kähr und Ruedi Glauser aus Brugg hatten noch nie einen Reusslauf verpasst. Die Treue der beiden Männer wurde mit einem Zinnteller ausgezeichnet.

Promis schwitzen für guten Zweck

Auch Stadtammann Raymond Tellenbach hat bewiesen, dass er rennen kann. Im Promi-Lauf wurde er zwar von seinen flinken Konkurrenten abgehängt, für einen Platz auf dem Podest hat es als Dritter – und damit Letzter – aber trotzdem gereicht. Er nahm es sportlich und kommentierte: «Mitmachen ist das Wichtigste.»

Gekoppelt an den Promi-Lauf spendeten die Organisatoren dem Neuromuskulären Zentrum Zürich eine Summe von 2500 Franken. «Das Geld soll Menschen zugutekommen, die nicht selbstständig gehen können», erklärte Gut.

«Vor einer solchen Kulisse zu trainieren», schwärmte Tellenbach und deutete mit dem Arm auf die malerische Aussicht auf Holzbrücke und Altstadt, «ist ein grosses Privileg.» Bremgarten profitiere von dem Grossevent Reusslauf, da Sportler aus einem weiten Umkreis auf das pittoreske Städtchen aufmerksam würden.

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