Bremgarten
«Das Referendum gefährdet die Badanlage»

Das Komitee «Pro Hallenbad» kritisiert die FDP-Ortspartei wegen der Lancierung des Referendumsbegehrens gegen die beschlossene Sanierung der Badanlage in Bremgarten.

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Angehörige des Komitees «Pro Hallenbad».

Angehörige des Komitees «Pro Hallenbad».

AZ

In einer Medienmitteilung drückt das Komitee «Pro Hallenbad» seine Enttäuschung über die FDP Bremgarten aus.

«Misstraut FDP ihren Stadträten?»

Die Absicht der Ortspartei, das Referendum gegen die beschlossene Sanierung der Badeanlage zu ergreifen, werfe Fragen auf, schreibt das Komitee fest. So die Frage, weshalb die FDP gegen ihre eigenen Stadträte aktiv werde. Denn die Partei sei mit zwei Stadträten, mit Stadtammann Raymond Tellenbach und mit Stadträtin Monika Briner, in der Behörde gut vertreten. «Vertraut die Partei ihren eigenen Exekutivmitgliedern nicht?», merkt das Komitee an.

Im Gegensatz zur Partei habe eine grosse Mehrheit an der Einwohnergemeindeversammlung vom 14. Juni dem Stadtrat vertraut und dessen Antrag für die Sanierung zugestimmt. Alle fünf Stadtratsangehörigen seien übrigens ehemalige Mitglieder der Finanzkommission Bremgarten.

«Mitfinanzierung in Gefahr»

Weiter hält das Komitee fest, dass das Referendum die Sanierung der gesamten Badeanlage gefährden könnne. Zudem bewirke das Zustandekommen des Referendums keineswegs eine grosszügigere finanzielle Beteiligung der umliegenden Gemeinden. Das Gegenteil sei der Fall. Denn die Nachbarsgemeinden würden erwarten, dass die Bremgarterinnen und Bremgarter die Sanierung durchziehen werden. Ohne verlässlichen Bremgarter Entscheid für die Sanierung könnten die Gemeinden weder Beträge in ihre Budgetplanung aufnehmen noch verbindliche finanzielle Zusagen machen.

Abschliessend ruft das Komitee dazu auf, «den Schwung jetzt zu nutzen, die Badi zu sanieren, keine weitere Zeit zu verlieren und den Stadtrat zu unterstützen.» Unterstützung benötige der Stadtrat Bremgarten in den Bemühungen zum Aufbau einer breit abgestützten Beteiligung der Region. Schritte in diese Richtung habe der Stadtrat bereits unternommen, und die Gemeindebehörden vieler Gemeinden seien bereit, einen Beitrag zu leisten. (sl)