Sins
Das Pech, zur Unterschicht zu gehören, und das Glück, teilen zu können

Die Oberstufe Sins veranstaltete ein eindrückliches Mittagessen, um die Verteilung der Lebensmittel auf die Weltgesellschaft zu veranschaulichen. Das Ereignis war der Schlusspunkt zu einem breit angelegtem Projekt zum Thema Hunger.

Drucken
Mehrzweckhalle Sins (Archiv)

Mehrzweckhalle Sins (Archiv)

AZ

Die Oberstufe Sins zeigte in einem breit angelegten Projekt zum Thema Hunger, wie ungleich das Essen verteilt ist. Mit der Hilfsorganisation «Marys Meals» wurde eine Partnerin gefunden, die sich im Bereich Hungerbekämpfung aktiv betätigt.

Das Mittagessen in der Mehrzweckhalle als Schlusspunkt brachte eine Überraschung: Ungefähr 86 der 465 Anwesenden wurden zur Oberschicht, 162 Teilnehmende zur Mittel- und 217 zur Unterschicht eingeteilt. Diese Verteilung drückte das existierende Verhältnis der Weltbevölkerung aus: etwa 20 Prozent Oberschicht, 35 Prozent Mittelschicht und 45 Prozent Unterschicht, wobei wir Schweizer in Wirklichkeit der Oberschicht zugeordnet sind.

Das hatte in Sins konkrete und eindrückliche Folgen für die Schülerinnen und Schüler: Jede Klasse erhielt zuerst eine Flasche Coca-Cola für die Oberschicht, eine Flasche Schorle für die Mittelschicht und für die Unterschicht eine leere Kanne für Wasser, das erst noch aus Milchkannen geholt werden musste. Gleiches geschah mit dem Essen: Pastetli mit Reis für die Ober-, Älplermagronen für die Mittelschicht, und die Unterschicht musste ihr Essen, das nur aus Reis bestand, selber holen. Einige begannen spontan ihr Essen zu teilen, was erlaubt war.

Aktuelle Nachrichten