Oberlunkhofen
Das Openeye liess den Bauernhof beben

Bei der 19. Auflage des Openeye-Festivals in Oberlunkhofen überzeugten Bands aus der ganzen Welt. Die Organisatoren freut es: «Es gibt niemanden hier, der kein Lächeln im Gesicht hat»

Lisa Stutz
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Die Band Kel Amrun begeisterte am Openeye die zahlreichen Zuschauer. In diesem Jahr traten keine Künstler aus der Region auf.
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Die Band Manana me Chanto aus Chile spielte Latin-Reggae.
Für gemütliche Stimmung auch neben der Bühne sorgte die Slackline.
Bands aus der ganzen Welt liessen am Openeye den Bauernhof beben

Die Band Kel Amrun begeisterte am Openeye die zahlreichen Zuschauer. In diesem Jahr traten keine Künstler aus der Region auf.

AZ

Rastazöpfe wippten auf und ab, nackte Füsse tanzten auf dem Boden vor der Bühne, Hand in Hand vergassen einige Openeye-Besucher Zeit und Raum.

Zu den mystischen und dennoch fröhlichen Klängen der Band Kel Amrun musste man sich bewegen, still sitzen konnte und wollte niemand.

Auch bei der 19. Ausführung des Open Airs war es nicht anders: Ab dem ersten Betreten des Festivalgeländes wollen die eigenen «open eyes» und vor allem die «open ears» nichts von all dem verpassen, was dieses aussergewöhnliche Fest zu bieten hat.

Ein Familientreffen

«Das Familientreffen hat ein weiteres Mal begonnen», freute sich Sebastian Hagenbuch, Präsident des Openeye-OKs. «Jeder Gast, also jedes Familienmitglied, das kommt, ist mein persönliches Highlight», so der Oberlunkhofer.

Demzufolge verbrachte Hagenbuch ein Open-Air-Wochenende voller Höhepunkte: 1900 Besucher aus der ganzen Schweiz haben den Weg zum Bauernhof von Hans und Marlis Hagenbuch gefunden, den das 10-köpfige OK-Team und viele Helfer innert einiger Tage zum Festgelände umfunktioniert haben.

«Es gibt unzählige Leute, die ihren Beitrag zum Gelingen des Openeyes leisten. Auch wenn sie einfach nur hier sind und gute Stimmung verbreiten», so Sebastian Hagenbuch. Ihn freue es vor allem, in die vielen lachenden Gesichter zu blicken.

«Es gibt niemanden hier, der kein Lächeln im Gesicht hat», umschrieb er den einzigartigen Openeye-Spirit.

Für jene, die eine Tanzpause einlegen wollten, war das Gelände mit vielen alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten gespickt.

So konnte auf der Zeltwiese über eine sogenannte «Slackline» balanciert werden, in der Bar «Optische Täuschungen», wo sich sonst der Miststock befindet, ein Getränk geschlürft, oder vom hohen Turm, der sich gegenüber der Hauptbühne befand, die Aussicht über den ganzen Platz genossen werden.

Wer sich für eine erneute Tanzeinlage stärken wollte, konnte seine kulinarischen Bedürfnisse mit Crêpes, sri-lankischen Spezialitäten oder veganen Gerichten stillen. Doch Vorsicht: Bezahlt wird am Openeye nicht mit echtem Geld, sondern mit Eiern («Eye»-ern).

Berlin oder Bremgarten

In diesem Jahr traten am Openeye keine Künstler aus der Region auf.

«Es ist egal, ob die Bands aus Bremgarten oder Berlin kommen. Ihre Musik muss einfach zu unserem Festival passen», sagte das OK-Mitglied Lea Sonderegger, die für die Musikauswahl zuständig war.

So überzeugten die Chilenen von Manana me Chanto mit ihrem Latin-Reggae auf der Zeltbühne, wo man in den vorderen Reihen gar nicht anders konnte, als mit der tanzenden Masse mitzuschweben.

Mit fetzigem Funk zog die Band Rundfunk das Publikum in ihren Bann, sie boten eine gelungene Abwechslung. Auf der Hauptbühne versprühte die Sängerin der Gruppe Kamikaze ihren Charme, in gebrochenem Deutsch erklärte sie: «Wir von Kamikaze kommen aus der ganzen Welt.»

«Es spielen sehr coole Bands am 19. Openeye», fand der Besucher Nici Struchen, der schon einige Male am Openeye war. «Doch nicht nur die Musik ist hervorragend. Ich finde es das Tollste, immer die altbekannten Leute hier zu sehen.»