Freiamt
Das Online-Urteil fällt klar aus: In den Freiämter Hotels ist es Gästen wohl

Die einen loben die Sauberkeit, die andern freuen sich über das freundliche und hilfsbereite Personal. Ein Augenschein auf den Bewertungs- und Buchungsplattformen «TripAdvisor» und «booking.com» zeigt: In den Freiämter Hotels fehlts an nichts.

Eddy Schambron
Merken
Drucken
Teilen
Die Arbeit des Zimmerpersonals ist gemacht, das Hotelzimmer ist für den nächsten Gast bereit. niz

Die Arbeit des Zimmerpersonals ist gemacht, das Hotelzimmer ist für den nächsten Gast bereit. niz

Die Freiämter Hotels schneiden im Urteil ihrer Gäste gut ab. Das zeigt ein Blick auf die Bewertungs- und Buchungsportale «TripAdvisor» und «booking.com».

«TripAdvisor» führt sieben Hotels in den Bezirken Bremgarten und Muri.

Heute erfolgt rund ein Drittel aller Hotelbuchungen online. Entsprechend wichtig sind die Beurteilungen und Bewertungen von Hotels, die von zahlreichen Reisenden vor einer Buchung im Internet abgefragt werden.

Die Freiämter Hoteliers können beruhigt sein: Sie erhalten fast ausnahmslos gute Einschätzungen. Kritikpunkte sind, wenn es denn welche gibt, ein wenig reichhaltiges Frühstück oder, je nach Hotel, kleine Zimmer und kein verfügbarer Gratis-Internetzugang.

Überall sauber

«Die Zimmer waren modern und sehr sauber», stellt Jatasta aus Dublin, Irland, zum Hotel Stalden in Berikon fest. «Das Frühstück war ein kontinentales Frühstück mit leckerem hausgemachtem Brot und Gebäck.» Das Hotel kommt bei «TripAdvisor» auf zwölf Bewertungen. Sieben davon vergeben ein «ausgezeichnet», vier ein «sehr gut». Bei «booking.com» erhält das «Stalden» mit 8,8 Punkten ein «fabelhaft». Gregor aus Deutschland schreibt dazu: «Kostenloser PC-Arbeitsplatz, problemloses Parken, Kühlschrankbenutzung, Heizung, freundliches Personal, Auschecken erst um 11 Uhr.»

Très sympathique

Pascal aus Lausanne ist mit dem Hotel Sonne in Bremgarten zufrieden. «Accueil très sympathique et personnel souriant.» Er lobt die sehr schönen Zimmer und die ruhige Lage im historischen Städtchen. Von den fünf Bewertungen sind vier «sehr gut» und eine «ausgezeichnet».

Ein «sehr gut» gibt es mit 8,2 Punkten auch bei «booking.com»: «Ruhige, zentrale Lage, sehr freundliches Personal. Zwar kein WLAN auf den Zimmern, dafür aber ein sehr angenehmer ruhiger Raum zum Arbeiten – mit Kaffeemaschine zur freien Verfügung», schreibt ein Gast. Und Frank aus Deutschland sieht Bremgarten als «kleine Stadt mit gewissem Flair.»

Im «Heinrüti-Rank» in Widen ist offensichtlich alles gut. Jedenfalls schreiben Emil und Otti aus Fribourg: «Super Personal – super Küche – super Küchenchef – super Zimmer – super Frühstück – super Chefin und Chef, einfach alles super.» Auch Stefan K. aus Zürich, aus geschäftlichen Gründen in der Umgebung, zeigt sich zufrieden. «Das Essen hat mir sehr gut geschmeckt auch die Preise sind in Ordnung.»

Japanisch und speziell

Eine spezielle Stellung nimmt das Hotel Ryokan in Widen ein. Michael M. war zuerst etwas enttäuscht – «irgendwie erwartet man ein mehr japanisch gestyltes Hotel». Im Inneren kam für ihn dann aber die Überraschung: «Wir reservierten ein klassisches japanisches Zimmer – Mond – und was wir fanden, war einfach umwerfend (sofern man japanische Architektur schätzt).»

Zusätzlich hatten sie noch ein direkt angeschlossenes europäisch ausgestattetes Zimmer, denn: «Schlafen auf dem Boden ist nicht jedermanns Sache.» Bei «booking.com» kommt das Ryokan mit 8,8 Punkten auf ein «fabelhaft».

Drei Hotels im Oberfreiamt

Im oberen Freiamt verfügt das relativ neue Hotel Arcade in Sins über die meisten Bewertungen bei «TripAdvisor». Von den elf Bewertungen sind je vier «ausgezeichnet» und «sehr gut». Martin S. findet: «Das ‹Arcade› ist ein hervorragendes Haus, super tolle, sehr saubere und grosszügige ruhige Zimmer, mit allem was man braucht.»

Katarzyna 1 aus Warschau stellt «very nice clean rooms» und «excellent service» fest. Einzig die Lage zwischen Bahnlinie und Hauptstrasse scheint ihr wegen der Lärmbelastung nicht optimal. Voll des Lobes ist Kilroy Mariner aus Mumbai, Indien: «Very warm, friendly and exceptionally helpful staff», zeigt er sich vom Personal begeistert. Auch bei «booking.com» gibt es mit 8,3 Punkten ein «sehr gut». Gorazd aus Slowenien findet: «Great staff, excellent Reception».

Gutes Essen wird hoch bewertet

Im «Adler» in Muri gefiel Matthias aus Lenzburg das gebuchte Zimmer wegen seiner Grosszügigkeit. «Es sind viele Möglichkeiten zur Gepäckablage vorhanden. Zudem wurde ich sehr freundlich empfangen. Auch das (italienische) Essen im Restaurant ist empfehlenswert.»

Nochmals ein Matthias, aber aus Deutschland, bezeichnet den «Adler» als «nettes ruhiges Hotel unter lebensfroher italienischer Leitung» – mit hervorragenden italienischen Rotweinen «und noch Bewirtung bis Mitternacht». Der «Ochsen» in Muri wiederum wurde von Gengu aus Deutschland als «sehr gemütliches Haus» beurteilt. «Das Essen würde ich als ausgezeichnet empfehlen. Auch liegt das Haus von der Lage her so gut, sodass man in fünf Gehminuten gut das Zentrum erreichen kann.»

Heiner Kuster: «Wir nehmen die Bewertungen ernst»

Für die Hoteliers sind die Buchungsportale wichtig. Sie nehmen auch die Bewertungen ernst, wie Heiner Kuster vom Hotel Stalden in Berikon ausführt. «Bei einer negativen Bewertung prüfen wir selbstverständlich, ob etwas dran ist. Allenfalls kommentieren wir sie auch.» Dabei sei jeweils zu berücksichtigen, dass das Empfinden sehr subjektiv sein kann. «Wenn jemand kritisiert, die Zimmer seien fast steril sauber, dann haben wir es trotzdem richtig gemacht.» Die Buchungen über solche Portale nehmen zu, wie Kuster ausführt. Sie kosten den Hotelier allerdings Kommissionen; in Deutschland seien es bis 20 Prozent. Günstiger als auf dem Buchungsportal darf der Hotelier Zimmer an Direktbucher auch nicht vergeben. «Das führt zu einer gewissen Abhängigkeit der Hoteliers von den Portalen.» Auf der anderen Seite finden Neukunden über die Buchungsportale sein Hotel, die sonst nicht unbedingt auf sein Angebot kommen würden. Wenn jemand in Zürich und 20 Kilometer Umgebung ein Hotel sucht, wird er auch auf das Hotel in Berikon aufmerksam. «Optimal wäre es, wenn der Kunde über das Portal unser Hotel findet und dann direkt bei uns buchen würde», lacht Kuster. Grundvoraussetzung dafür aber ist immer, «dass die Homepages der Hotels so gestaltet sind, dass das Buchen genauso einfach ist wie bei den Buchungsportalen und der Kunde einen Mehrwert erhält.» Ein Beispiel hat er kürzlich in Deutschland selber erlebt: Dort erhält der Direktbucher gratis eine Früchteschale auf sein Zimmer. Kuster ist daran, die Homepage seines Hotels «noch anwenderfreundlicher» zu machen.(ES)