Sins

Das Oberdorf in Sins wird zur Tempo-30-Zone

Hier soll eine Tempo-30-Zone entstehen.

Hier soll eine Tempo-30-Zone entstehen.

Im Gebiet Oberdorf in der Gemeinde Sins gilt in Zukunft Tempo 30. Der Gemeinderat legt die entsprechende Verkehrsbeschränkung biszum 3. Juni öffentlich auf.

Betroffen von der Tempo-30-Zone sind Schul-, Kirch-, Küfermattstrasse ab Knoten Ammannsmatt bis Kindergarten Küfermatt und der Kirchrain. Sie umfassen das Gebiet ab Einhorn-Platz, Schulanlage, Kirche, Gemeindehaus und Zentrum Aettenbühl.

Im November 2013 hat die Gemeindeversammlung der Sanierung und Umgestaltung der Schul- und Küfermattstrasse zugestimmt und dafür einen Kredit von 1,125 Mio. Franken genehmigt.

Das ganze Strassenbauprojekt wird bautechnisch so ausgeführt, dass die verkehrsrechtliche Umsetzung als Tempo-30-Zone in diesem Gebiet möglich wird. Das entspricht der Zielsetzung des kommunalen Verkehrsrichtplans.

Dieser beinhaltet unter anderem als Grundsatzentscheid die Absicht, abseits des Hauptstrassenverkehrsnetzes Tempo 30-Zonen zu realisieren, die Verkehrssicherheit insbesondere von Fussgängern, Kindern und Radfahrern zu erhöhen, die Aufenthaltsqualität im Strassenraum zu verbessern und die Lärm- und Schadstoffbelastung zu reduzieren.

Die Verkehrskommission hat das Strassenbauprojekt begleitet und steht hinter der Umsetzung der Tempo-30-Zone, wie dem Protokoll des Gemeinderates zu entnehmen ist. Die Zuständigkeit für Verkehrsanordnungen, Signalisationen und Markierungen auf Gemeinde- und Privatstrassen liegt beim Gemeinderat.

Hohe Geschwindigkeiten

In ihrem Gutachten haben Scheidegger und Partner AG, Baden, festgehalten, dass die Schulanlage, die Gemeindeverwaltung und das Betagtenzentrum im Gebiet Oberdorf ein relativ hohes Verkehrsaufkommen generiert. «Zusätzlich dienen die Schul- und Küfermattstrasse als Schulwege. Entsprechend hoch ist der Anteil an Fussgängern und Radfahrern.» Messungen haben gezeigt, dass auf beiden Strassen rund 1300 Fahrzeuge täglich verkehren. «Im Grundsatz herrscht auf beiden Strassen ein hohes Geschwindigkeitsniveau.» Insbesondere auf der Küfermattstrasse komme es zu erheblichen Übertretungen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, wird festgehalten.

Keine Fussgängerstreifen

In der Tempo-30-Zone wird Mischverkehr angestrebt, eine Verkehrstrennung mit separaten Verkehrsflächen, zum Beispiel Gehwege oder Radstreifen, ist nicht erwünscht, wie der Gemeinderat schreibt. Das Queren der Strassen wird flächig ermöglicht, Fussgängerstreifen sind in Tempo-30-Zonen nur bei besonderen Schutzbedürfnissen, etwa Schulwegen in unmittelbarer Nähe der Schule, erlaubt. Bei der Schul- und Küfermattstrasse werden gewisse bauliche Massnahmen realisiert, bei der Kirchstrasse sind keine solchen vorgesehen. Bei allen Einfahrten auf die erwähnten Strassen wird die Tempo- 30-Zone mit einer in die Fahrbahn gestellten Stele signalisiert.

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