Muri
Das neue Klostermuseum Muri ist ein «Ort der Spurensicherung»

Das neue Museum Kloster Muri ist eingeweiht. Abt Benno Malfèr bezeichnete es als «Ort der Spurensicherung» und betonte, dass es so auch ein Ort der Wiedergutmachung ist. Die Benediktinermönche mussten 1848 die Aufhebung ihres Klosters hinnehmen.

Eddy Schambron
Drucken
Der Eröffnungsfeier auf dem Vorplatz des Klosters wohnte eine grosse Gästeschar bei.

Der Eröffnungsfeier auf dem Vorplatz des Klosters wohnte eine grosse Gästeschar bei.

Die Gemeinschaft der Benediktiner lebt in Muri-Gries und in Sarnen weiter. Das neue Museum stehe in besonderer Beziehung zu dieser Gemeinschaft, erklärte Malfèr. Reto Nussbaumer, Leiter der kantonalen Denkmalpflege, erhofft sich vom Museum eine «immense Belebung» der ganzen Klosteranlage.

Jörn Wagenbach, Direktor Museum Aargau, zeigte sich «positiv eifersüchtig» auf das neue Museum und betonte die gute Zusammenarbeit unter den Aargauer Museen. «Unser Auftrag ist es, Geschichte an ihrem Schauplatz für ein breites Publikum erleb- und spürbar zu machen.

Urs Pilgrim, Präsident Murikultur, dankt allen, die zum Museum verholfen haben
6 Bilder
Die Bevölkerung hört den verschiedenen Rednern aufmerksam zu
Die Bevölkerung begrüsst Abt Benno Malfèr
Im Museumskafi warten die Leute auf den Einlass ins Museum
Abt Benno Malfèr betont die Bedeutung des Museums für seine Gemeinschaft
Andrea Freund, Geschäftsführerin Murikultur (links) dankt Kuratorin Bararbara Reif, ihrem Mitarbeiterinnen Katin Angst und Gabriela Koch sowie Präsident Urs Pilgrim

Urs Pilgrim, Präsident Murikultur, dankt allen, die zum Museum verholfen haben

Eddy Schambron

Der Murianer Gemeindepräsident Hampi Budmiger wiederum lobte das konstruktive Zusammenwirken aller Besitzer der Klosteranlage und des Kantons: «Alle brauchen einander.» Urs Pilgrim, Präsident von Murikultur, dankte nicht nur den direkt an der Umsetzung des Projektes Beteiligten, sondern auch Franz Käppeli, beziehungsweise der Franz Käppeli-Stiftung, die das Museum in dieser Form mit einem grossen finanziellen Engagement erst möglich macht. «Diese grosszügige Unterstützung ist einzigartig.»

Nach den offiziellen Reden war die grosse Gästeschar auf dem Vorplatz des Klosters zu einem Apéro eingeladen. Selbstverständlich konnte auch das Museum besichtigt werden. Bundesrätin Doris Leuthard und Landammann Roland Brogli mussten kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

Aktuelle Nachrichten